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Donnerstag, 28. Oktober 2010

Q 3/4: Jünger - Das Lied der Maschinen


Quelle: http://www.bild.bundesarchiv.de/archives/barchpic/search/_1288248565/?search[form][SIGNATUR]=B+145+Bild-F073370-0007
Ernst Jünger (2. v.l.)


Der Text "Das Lied der Maschinen" (entnommen aus: das abenteuerliche Herz) von Ernst Jünger (1895-1998), ein Soldat und Dichter, befasst sich mit dem Menschen, der Sprache und speziell den technischen Entwicklungen und deren ästhetischer Wirkung.

Jünger beschreibt darin, wie sich die äußerliche Erscheinung der Technik bzw. die Ästhetik der Technik, die als inneres Erlebnis wahrgenommen wird, als eine Faszination manifestiert und verstärkt dies sprachlich durch Ästhetisieren, Überhöhen, Emotionalisieren, Manipulieren und Herosisierung des Rationale der Technik. Somit kehrt hier die Sprache und damit die Literatur als eine ästhetiosche Form eine andere Seite von Technik hervor. Jünger hat aber immer auch das Dialektische im Blick.
Der Mensch ist demnach so fasziniert und eingenommen,dass man von einer Betäubung durch Ästhetik sprechen könne, metaphorisch vergleichbar mit der Wirkung des süßen und gefährlichen Opiums.
Auch bringt Jünger die Natürlichkeit der technischen Entwicklungen sowie dem Streben danach durch seine Tiermetaphorik zum Ausdruck.
Die Auseinandersetzung mit diesen Trieben nennt Jünger den „Ernstfall“, da man sie nicht unterdrücken kann.
An dieser Stelle wird dann das Risiko des Ernstfalles zum glühenden und ergötzlichem Gefühl. Dadurch empfindet man in solchen Situationen Schmerz und Stolz zugleich.
Da Krieg für ihn die logische Konsequenz der Technisierung ist, stehe dieser an der Spitze der Entwicklung. Als Illustration führt er die Sommeschlacht an, bei der er den Angriff „eine Erholung, einen geselligen Akt“ nennt, worin auch die groteske, sarkastische Überspitzung des Krieges liegt.

Als Fazit dieses Beitrags von Ernst Jünger lässt sich festhalten, dass demnach Menschen Technisierung schön finden müssten und dass man durch das Menschsein an sich zum Teil der schaffenden Masse wird.

Reportage zu Ernst Jünger (1. Teil), 1977 auf 3sat: weitere Teile unter www.youtube zu finden.


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Formales:
Blogbeitrag von Ann Kathrin Behmann
Datum: 25.10.10
Kurs: Q 3/4 pl1
Thema: Ernst Jünger - das Lied der Maschinen

Montag, 14. Dezember 2009

Kant für Anfänger

Aus aktuellem Anlass bzw. auf Wunsch hier noch einmal Literaturempfehlungen Angaben zu Immanuel Kant:

Zur Einführung eignen sich die Bände aus dem dtv-Verlag

Theoretische Philosophie:
  • Ludwig, Ralf, Kant für Anfänger, Die Kritik der reinen Vernunft, München 2002 (neu: 8,90 €/ gebraucht über das Buchantiquariat bzw. den Marketplace bei www.amazon.de ab 3,50 €)

Praktische Philosophie (Moral):
  • Ludwig, Ralf, Kant für Anfänger, Der kategorische Imperativ, München 1999 (Preise siehe oben)
  • Ludwig, Ralf, Kant für Anfänger, Die Kritik der Urteilskraft, München 2008 (Preise siehe oben)

Alle Bände sind auch als Hörbücher erhältlich.

Sonntag, 2. August 2009

Der Herr der Ringe und die Philosophie/ neues Buch

Kurzes Hinweis auf ein neu erscheinendes Buch:

"Der Herr der Ringe und die Philosophie" von Bassham/Bronson (Hrsg.), erhältlich bei Klett-Cotta: Weitere Infos auch zum Inhalt: Klick! Erscheinungsdatum am 31. August 2009, für 19,90€.

Wer es sich kaufen und lesen möchte, der sei eingeladen bei Muckrakers eine Rezension bzw. einen Buchbericht zu verfassen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Das Wetter wird schlechter? Dann die Lesenstipps ...

Offenbar hat der eine oder die andere ferienbetroffende Person sich so langsam in den Ferien eingelebt, empfindet durchaus den Anflug von Langeweile und möchte den Müßiggang bewusst gestaltet. Nur auf diesem Hintergrund kann erklärt werden, dass der eine oder andere Wunsch nach Tipps für eine philosophische Lektüre an Muckrakers herangetragen wurde. Hier ohne Umschweife ein paar Empfehlungen, die keine Wertung enthalten. Wer nähere Infos zu den einzelnen Büchern haben möchte, lese bitte die beschreibenden Texte bei www.Amazon.de:

  • Richard David Brecht: Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Eine philosophische Reise, München 2007.( Bestseller)
  • Gabrielle Münnix, Anderwelten. Eine fabelhafte Einführung ins Philosophieren, München 2009.
  • Rainer Erlinger, Lügen haben rote Ohren. Gewissenfragen für große und kleinen Menschen, Berlin 2005.
  • Rainer Erlinger, Wenn Sie mich fragen. Rainer Erlinger beantwortet Fragen der Alltagsmoral, München 2007.
  • Rainer Erlinger, Gewissenfragen. Streitfälle der Alltagsmoral, München 2007.
  • Alexandre Jollien, 'Liebe Philosophie, kannst Du mir helfen?'. Briefe an Boethius, Schopenhauer und den Tod, 2009. (Zum Autor: Der Autor hat 17 Jahre in einem Internet für Behinderte gelebt und leidet an Kinderlähmung. Er setzt sich in seinem Buch für die Kraft der Philosophie zur Seelenheilung ein und wendet sich in Briefen an konkrete Philosophen.)

Anmerkung: Die Geschichten und Streitfälle, die Rainer Erlinger meist kurz und prägnannt präsentiert, eignen sich hervorragend dazu, mit den Eltern zu philosophieren und diese mit netten intellektuellen Konflikten "zu nerven" ... also die ideale Ferienbeschäftigung!