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Mittwoch, 3. Oktober 2012
Dienstag, 18. September 2012
Der späte Platon - ein Abbild von Sokrates?
Der späte Platon - ein Abbild von Sokrates?
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Formales:
Blogbeitrag von: Anne Lina Voß
Kurs: 11, pl1
Datum: 17.9.2012
Thema: Der späte Platon
Wenn man sich im Zusammenhang mit Ästhetik, mit Sokrates und seinen Ansichten auseinandersetzt, stößt man auf ein Gespräch, welches Sokrates mit dem Sophisten Hippias führt. In diesem Gespräch versucht Sokrates Hippias, mit seiner berühmten Hebammentechnik, davon zu überzeugen, dass es kein Urbild des Schönen gibt, sondern Schönheit relativ ist.
Viele Philosophen der heutigen Zeit stellen sich die Frage, ob es Sokrates wirklich gab. Gespräche die Sokrates geführt haben soll, wurden ausschließlich von Platon niedergeschrieben. Außerdem wird Platon selbst in einen frühen und einen späten Platon geteilt, da sich seine philosophischen Äußerungen mit der Zeit stark veränderten. Der frühe Platon lebte und philosophierte als Schüler von Sokrates. Der späte Platon entstand erst nach Sokrates Tod. Ob dieser wirklich starb oder einfach von Platon als tot erklärt wurde, ist unklar. Feststellen kann man allerdings, dass der frühe Platon mit seiner philosophischen Meinung wie ein Abbild des Sokrates wirkte, während der späte Platon seine eigene Meinung hatte.
Bezogen auf Sokrates Meinung zum Urbild des Schönen, wird die Veränderung des späten Platon deutlich. Dieser war Vertreter des Idealismus und beschrieb das menschliche Streben nach Verbesserung als Hinwendung oder Drang zur Erkenntnis. Die Menschen strebten laut Platon also nach der Wirklichkeit. Angewendet auf die Frage nach dem Schönen, bedeutet das für ihn, dass die Menschen nach einem Urbild des Schönen streben. Für ihn ist das Urbild des Schönen ein Teil des mundus intelligibilis. Alle empirisch
wahrnehmbaren Dinge (mundus sensibilis) tragen für ihn eine solche Ur-Idee in sich. Platon legt sich bei der Frage nach dem Schönen auf ein paar Dinge fest, die absolut schön sind, wie regelmäßige und geometrische Figuren oder harmonische Proportionen. Grundsätzlich sagt er aber, dass das Urbild des Schönen nur über die sogenannte 'Seelenschau' zu erkennen ist, man also nicht durch empirische Wahrnehmung, sondern durch Vernunft bzw. Denken die 'zweite Welt' (mundus intelligibilis) berühren und verstehen kann.
Viele Philosophen der heutigen Zeit stellen sich die Frage, ob es Sokrates wirklich gab. Gespräche die Sokrates geführt haben soll, wurden ausschließlich von Platon niedergeschrieben. Außerdem wird Platon selbst in einen frühen und einen späten Platon geteilt, da sich seine philosophischen Äußerungen mit der Zeit stark veränderten. Der frühe Platon lebte und philosophierte als Schüler von Sokrates. Der späte Platon entstand erst nach Sokrates Tod. Ob dieser wirklich starb oder einfach von Platon als tot erklärt wurde, ist unklar. Feststellen kann man allerdings, dass der frühe Platon mit seiner philosophischen Meinung wie ein Abbild des Sokrates wirkte, während der späte Platon seine eigene Meinung hatte.
Bezogen auf Sokrates Meinung zum Urbild des Schönen, wird die Veränderung des späten Platon deutlich. Dieser war Vertreter des Idealismus und beschrieb das menschliche Streben nach Verbesserung als Hinwendung oder Drang zur Erkenntnis. Die Menschen strebten laut Platon also nach der Wirklichkeit. Angewendet auf die Frage nach dem Schönen, bedeutet das für ihn, dass die Menschen nach einem Urbild des Schönen streben. Für ihn ist das Urbild des Schönen ein Teil des mundus intelligibilis. Alle empirisch
wahrnehmbaren Dinge (mundus sensibilis) tragen für ihn eine solche Ur-Idee in sich. Platon legt sich bei der Frage nach dem Schönen auf ein paar Dinge fest, die absolut schön sind, wie regelmäßige und geometrische Figuren oder harmonische Proportionen. Grundsätzlich sagt er aber, dass das Urbild des Schönen nur über die sogenannte 'Seelenschau' zu erkennen ist, man also nicht durch empirische Wahrnehmung, sondern durch Vernunft bzw. Denken die 'zweite Welt' (mundus intelligibilis) berühren und verstehen kann.
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Formales:
Blogbeitrag von: Anne Lina Voß
Kurs: 11, pl1
Datum: 17.9.2012
Thema: Der späte Platon
Montag, 14. November 2011
Susan Sontag: In Platons Höhle ...
Fotografie-ein Mittel zur Erkenntnis?
Fotografie- unser neues Kursthema in Philosophie. Um gleich einen philosophischen Bezug zum Thema zu finden, beschäftigen wir uns momentan mit dem Text „In Platos Höhle“, ein Ausschnitt aus dem Werk „Über Fotografie“ von Susan Sontag.
Der Titel verweist auf das Höhlengleichnis von Platon und lässt dadurch schon auf ein zentrales Thema des Textes, die Erkenntnis, schließen.
Im ersten Teil ihrer Ausführungen definiert die leidenschaftliche Fotojournalistin Sontag die Fotografie über drei Punkte:
1. Aneignen des fotografierten Objekts durch den Fotografen
2. Der Fotograf setzt sich in Beziehung zu diesem Foto/der Welt
3. Fotografie vermittelt Erkenntnis und damit Macht
Für Sontag vermitteln Fotografien den größten Teil der Erkenntnis („Fotografien sammeln heißt die Welt sammeln“). Diesen empirischen Erkenntnisansatz bezieht sie allerdings nur auf Fotografien, da diese im Gegensatz zur Malerei und Literatur, welche nur subjektive Interpretationen der Wirklichkeit sein können, kleine Miniaturrealitäten sind. Trotz ihrer Manipulierbarkeit gelten sie für Sontag als unwiderleglicher Beweis.
In einer Diskussion stellten wir fest, dass aus unserer Sicht der Fotograf das Aneignen eines Objekts beim Fotografieren dazu nutzen kann, die Situation auf eine bestimmte Weise darzustellen und den Betrachter nur bestimmte Dinge sehen zu lassen. Nur der Fotograf kennt die komplette Wahrheit und hat die Macht, diese zu beeinflussen. Hier wird die Parallele zu einem anderen Empiristen deutlich. Francis Bacon formulierte schon 1597 „Wissen ist Macht“
Sontag schreibt allen Fotos eine Aggressivität zu, welche diese durch ihre ständige Präsenz erhalten, unabhängig von der Art der Fotografie. Gleichzeitig wird für sie aber auch das Verstehen der Vergangenheit und der Gegenwart nur durch diese Fotografien möglich. Diesen Punkt haben wir im Kurs diskutiert und haben festgestellt, dass für uns eine Erkenntnis durch Fotos maximal auf einer emotionalen Ebene möglich ist, da wir niemals eine Beziehung zur fotografierten Situation sondern nur zum Foto selbst aufbauen können.
Fotografie hat sich laut Sontag selten selbst als Kunst aufgefasst, auch wenn durch stilistische Experimente dieser Weg mittlerweile bereitet wurde.
Schon in dieser ersten Einheit zur Fotografie haben wir ausgiebige Diskussionen geführt, weshalb ich mich auf eine spannende Zeit mit diesem Thema freue.
Literatur: „In Platos Höhle“,Susan Sontag,Über Fotografie, Frankfurt 1980
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Blogeintrag von: Louisa Backhaus
Kurs:11 pl g4N
Datum: 09.11.2011
Thema: Fotografie
Blogtitel: Fotografie-ein Mittel zur Erkenntnis?
Fotografie- unser neues Kursthema in Philosophie. Um gleich einen philosophischen Bezug zum Thema zu finden, beschäftigen wir uns momentan mit dem Text „In Platos Höhle“, ein Ausschnitt aus dem Werk „Über Fotografie“ von Susan Sontag.
Der Titel verweist auf das Höhlengleichnis von Platon und lässt dadurch schon auf ein zentrales Thema des Textes, die Erkenntnis, schließen.
Im ersten Teil ihrer Ausführungen definiert die leidenschaftliche Fotojournalistin Sontag die Fotografie über drei Punkte:
1. Aneignen des fotografierten Objekts durch den Fotografen
2. Der Fotograf setzt sich in Beziehung zu diesem Foto/der Welt
3. Fotografie vermittelt Erkenntnis und damit Macht
Für Sontag vermitteln Fotografien den größten Teil der Erkenntnis („Fotografien sammeln heißt die Welt sammeln“). Diesen empirischen Erkenntnisansatz bezieht sie allerdings nur auf Fotografien, da diese im Gegensatz zur Malerei und Literatur, welche nur subjektive Interpretationen der Wirklichkeit sein können, kleine Miniaturrealitäten sind. Trotz ihrer Manipulierbarkeit gelten sie für Sontag als unwiderleglicher Beweis.
In einer Diskussion stellten wir fest, dass aus unserer Sicht der Fotograf das Aneignen eines Objekts beim Fotografieren dazu nutzen kann, die Situation auf eine bestimmte Weise darzustellen und den Betrachter nur bestimmte Dinge sehen zu lassen. Nur der Fotograf kennt die komplette Wahrheit und hat die Macht, diese zu beeinflussen. Hier wird die Parallele zu einem anderen Empiristen deutlich. Francis Bacon formulierte schon 1597 „Wissen ist Macht“
Sontag schreibt allen Fotos eine Aggressivität zu, welche diese durch ihre ständige Präsenz erhalten, unabhängig von der Art der Fotografie. Gleichzeitig wird für sie aber auch das Verstehen der Vergangenheit und der Gegenwart nur durch diese Fotografien möglich. Diesen Punkt haben wir im Kurs diskutiert und haben festgestellt, dass für uns eine Erkenntnis durch Fotos maximal auf einer emotionalen Ebene möglich ist, da wir niemals eine Beziehung zur fotografierten Situation sondern nur zum Foto selbst aufbauen können.
Fotografie hat sich laut Sontag selten selbst als Kunst aufgefasst, auch wenn durch stilistische Experimente dieser Weg mittlerweile bereitet wurde.
Schon in dieser ersten Einheit zur Fotografie haben wir ausgiebige Diskussionen geführt, weshalb ich mich auf eine spannende Zeit mit diesem Thema freue.
Literatur: „In Platos Höhle“,Susan Sontag,Über Fotografie, Frankfurt 1980
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Blogeintrag von: Louisa Backhaus
Kurs:11 pl g4N
Datum: 09.11.2011
Thema: Fotografie
Blogtitel: Fotografie-ein Mittel zur Erkenntnis?
Mittwoch, 26. Januar 2011
Q 1/2: Platon, Descartes, Watzlawick und die Matrix
Philosophische Hauptfrage von „Matrix“ (1999)
Die philosophischen Bezugspunkte des Filmes mit Keanu Reeves in der hauptrolle sind die vier Hauptfragen Kants, hier kann man Bezüge zur Erkenntnistheorie herstellen und die Frage nach der Wirklichkeit und dem menschlichen Wissen formulieren: „Woher weiß ich, dass ich nicht ein Gehirn im Tank bin?“
Es finden sich Analogien zum Höhlengleichnis von Platon, die Matrix ist vergleichbar mit dem Bild jener Höhle. Außerdem geht es um Descartes Unterscheidung zwischen der res extensa (Körper) und res cogitans (Geist): Das Leib-Seele-Problem
Gemeinsamkeiten und Unterschiede

hier findet sich der zweite Teil: [Klick]
Die philosophischen Bezugspunkte des Filmes mit Keanu Reeves in der hauptrolle sind die vier Hauptfragen Kants, hier kann man Bezüge zur Erkenntnistheorie herstellen und die Frage nach der Wirklichkeit und dem menschlichen Wissen formulieren: „Woher weiß ich, dass ich nicht ein Gehirn im Tank bin?“
Es finden sich Analogien zum Höhlengleichnis von Platon, die Matrix ist vergleichbar mit dem Bild jener Höhle. Außerdem geht es um Descartes Unterscheidung zwischen der res extensa (Körper) und res cogitans (Geist): Das Leib-Seele-Problem
Gemeinsamkeiten und Unterschiede

hier findet sich der zweite Teil: [Klick]
Dienstag, 21. September 2010
Jgst. 10: Platon und die Höhle
Zur Erinnerung und Vergegenwärtigung in visueller Kurzfassung ein Kurzprojekt zum Höhlengleichnis (Verfasser sind leider unbekannt - Einbettung aus Youtube!):
Teil 1:
Teil 2:
Teil 1:
Teil 2:
Freitag, 27. August 2010
Q 3/4: Ist alles Schöne durch das Schöne schön?
Einst fragte Sokrates, der Lehrer von Platon, den reichen Sophisten Hippias, was denn das Schöne sei. (Frage nach dem Urbild des Schönen!)
In seiner unnachahmlichen mäeutischen Art wirft Sokrates stellt Sokrates im Rahmen einer Frage die These auf, dass das Schöne durch das Schöne schön. Was für eine prächtige Antwort, selbsterklärende Behauptung. Mit anderen (logischen) Worten, selbst der große Urphilosoph Sokrates kann diese Frage nur mit einem Zirkelschluss beantworten.
Nach Sokrates ist ein schönes Mädchen schön. Des weiteren führt er, dass das, was durch Schönes geworden ist, auch automatisch schön sei. Sind nun alle Vorfahren dieses vermeintlich schönen Mädchens auch schön? Sowohl Mutter als auch Vater? Dieses Kausalgesetz ist äußerst fragwürdig, denn kann man einen Krieg, den ein „schöner“ Diktator verursacht hat, noch einen „schönen“ Krieg nennen, ohne zynisch zu sein?
Dasselbe Beispiel mit der von Gott gegebenen Stute. Gott ist das Schönste und hat jene Stute erschaffen (Kausalgesetz).
Auch eine Kanne, eine die von einem guten Töpfer mit viel Fließ und Liebe getöpfert worden sei, sei demnach schön. Doch im Vergleich zur Stute oder dem Mädchen sei jene Kanne hässlich. Auch das schöne Mädchen sei gegenüber Göttinnen hässlich. Somit könne der Mensch an sich auch nur als Affe dargestellt werden, wenn man ihn mit Gott vergleiche. Somit erweitert Sokrates seine These und behauptet: Etwas Schönes kann nur im Vergleich mit etwas anderem Schönen hässlich sein (Relativitätsthese).
Sokrates gelangt zu der Konklusion, dass das Schöne nicht durch das Schöne schön ist, sondern das Schöne sei durch den Vergleich schön. Somit sei das Schöne relativ und könne nichts Isoliertes bzw. Absolutes sein. Also gebe es laut Sokrates kein Urbild des Schönen.
Nach Platon, dem Schüler Sokrates, gibt es jedoch ein Urbild des Schönen. Für den 'späten' Platon existiert die Idee des Schönen, welche a priori vorhanden sein muss (Stichpunkt Höhlengleichnis & Erinnerung). Ansatz ist hier die Zwei-Welten-Theorie (Evtl. Kantischer Vergleich mit: Das Nuomenon: Die Urbildwirklichkeit/Ideen und das Phänomenon: Die Abbildwirklichkeit/Höhle,Wand). Die Idee des Schönen soll somit als die theoretische und einheitliche Begründung der irdischen Schönheit sein.
Jedoch kann die Urbildwirklichkeit nicht empirisch nachgewiesen werden, sondern man findet/erkennt sie möglicherweise nur theoretisch.
In seiner unnachahmlichen mäeutischen Art wirft Sokrates stellt Sokrates im Rahmen einer Frage die These auf, dass das Schöne durch das Schöne schön. Was für eine prächtige Antwort, selbsterklärende Behauptung. Mit anderen (logischen) Worten, selbst der große Urphilosoph Sokrates kann diese Frage nur mit einem Zirkelschluss beantworten.
Nach Sokrates ist ein schönes Mädchen schön. Des weiteren führt er, dass das, was durch Schönes geworden ist, auch automatisch schön sei. Sind nun alle Vorfahren dieses vermeintlich schönen Mädchens auch schön? Sowohl Mutter als auch Vater? Dieses Kausalgesetz ist äußerst fragwürdig, denn kann man einen Krieg, den ein „schöner“ Diktator verursacht hat, noch einen „schönen“ Krieg nennen, ohne zynisch zu sein?
Dasselbe Beispiel mit der von Gott gegebenen Stute. Gott ist das Schönste und hat jene Stute erschaffen (Kausalgesetz).
Auch eine Kanne, eine die von einem guten Töpfer mit viel Fließ und Liebe getöpfert worden sei, sei demnach schön. Doch im Vergleich zur Stute oder dem Mädchen sei jene Kanne hässlich. Auch das schöne Mädchen sei gegenüber Göttinnen hässlich. Somit könne der Mensch an sich auch nur als Affe dargestellt werden, wenn man ihn mit Gott vergleiche. Somit erweitert Sokrates seine These und behauptet: Etwas Schönes kann nur im Vergleich mit etwas anderem Schönen hässlich sein (Relativitätsthese).
Sokrates gelangt zu der Konklusion, dass das Schöne nicht durch das Schöne schön ist, sondern das Schöne sei durch den Vergleich schön. Somit sei das Schöne relativ und könne nichts Isoliertes bzw. Absolutes sein. Also gebe es laut Sokrates kein Urbild des Schönen.
Nach Platon, dem Schüler Sokrates, gibt es jedoch ein Urbild des Schönen. Für den 'späten' Platon existiert die Idee des Schönen, welche a priori vorhanden sein muss (Stichpunkt Höhlengleichnis & Erinnerung). Ansatz ist hier die Zwei-Welten-Theorie (Evtl. Kantischer Vergleich mit: Das Nuomenon: Die Urbildwirklichkeit/Ideen und das Phänomenon: Die Abbildwirklichkeit/Höhle,Wand). Die Idee des Schönen soll somit als die theoretische und einheitliche Begründung der irdischen Schönheit sein.
Jedoch kann die Urbildwirklichkeit nicht empirisch nachgewiesen werden, sondern man findet/erkennt sie möglicherweise nur theoretisch.
Puschel TV sagt:
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Formales:
Blogbeitrag von: Philip Schmidt
Kurs: Q3/4 pl1
Datum: 23.08.2010
Thema: Sokrates/Platon: Gibt es ein Urbild des Schönen?
Sonntag, 22. August 2010
Q 1/2: Wissen ist Macht! Aber was ist Wissen?
Epistemologie: die Idee des Wissen: „Wissen ist Macht.“ (F. Bacon)
Dieses Zitat hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch wenn - wie Bacon behauptet - Wissen Macht verschaffe, so fragt sich der geneigte philosophische Leser: Wie erlangt man Wissen, und was ist Wissen überhaupt?
Befragt man hierzu Platon lautet die Antwort: „Wahre Meinung verbunden mit Erklärung ist Wissen“. Moderner umschreibt der Philosoph H. Schnädelbach diesen Begriff: „Wissen ist wahre, gerechtfertigte Überzeugung.“
Also hat Wissen auch etwas mit unserer eigenen Wahrnehmung zu tun, inwiefern wir etwas Für-wahr-Halten (FüH). I. Kant formuliert drei Erkenntnisstufen im Rahmen des FüH: Meinen, Glauben und Wissen. Das Glauben ist subjektiv betrachtet hinreichend, allerdings objektiv unzureichend, während beim Meinen sowohl aus objektiver als auch aus subjektiver Sicht keine hinreichende Begründung geliefert werden kann. Beim Wissen ist diese jedoch in beiden Fällen gegeben. Weiter kann man das Wissen in drei Typen Überzeugungswissen, (faktisches, propositionales Wissen, Wissen das etwas der Fall ist), Regelwissen (praktisches Wissen, Know-how, Wissen, wie etwas getan werden muss) und Wissen als Kenntnis (Vertrautheit, Kenntnis von Personen und anderen Einzeldingen) aufgeteilt werden.Wie wir zum Wissen gelangen, lässt sich gut an zwei anderen Arten des Wissens zeigen. Beim Wissen „a priori“ gelangen wir unabhängig von der Wahrnehmung und der empirischen Erfahrung nur durch unseren Geist zur Erkenntnis (dieses Wissen ist vor allem logisches, mathematisches und semantisches Wissen). Im Gegensatz dazu gibt es das Wissen „a posteriori“, welches auch empirisches Wissen genannt wird. Dieses Wissen beruht auf Wahrnehmungen und Erfahrungen und ist typischerweise naturwissenschaftlich, psychologisch oder soziologisch.
Außerdem gibt es verschiedene Varianten der klassisch fundamentalistischen Epistemologie (Erkenntnistheorie). In der antiken Epistemologie, deren Vertreter beispielsweise Platon oder Sokrates sind, gibt es Wissen, das „a priori“ oder „a posteriori“ ist, aber auch Wissen das sich aus beidem zusammensetzt (tranzendentale Erkenntnistheorie/I. Kant) Der neuzeitliche Rationalismus (vertreten durch R. Descartes) geht davon aus, dass alles Wissen letztendlich „a priori“ ist. Kontrovers dazu gibt es den neuzeitlichen Empirismus (J. Locke, F. Bacon, G. Berkeley, D. Hume), der behauptet, dass Wissen immer „a posteriori“ ist. I. Kant hat schließlich beide Arten in seinem Werk 'Kritik der reinen Vernunft' zusammengeführt.
Der Unterschied von beiden Wissensformen am Beispiel von Tischtennis:
Durch diese verschiedenen Definitionen von Wissen wird klar, wie vielschichtig das Thema ist. Im Unterricht haben wir begonnen, uns damit auseinanderzusetzen und festgestellt, dass es oft auf die Sichtweise ankommt, wenn man klären möchte, um welche Form des Wissens es sich handelt.
Dieses Zitat hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch wenn - wie Bacon behauptet - Wissen Macht verschaffe, so fragt sich der geneigte philosophische Leser: Wie erlangt man Wissen, und was ist Wissen überhaupt?
Befragt man hierzu Platon lautet die Antwort: „Wahre Meinung verbunden mit Erklärung ist Wissen“. Moderner umschreibt der Philosoph H. Schnädelbach diesen Begriff: „Wissen ist wahre, gerechtfertigte Überzeugung.“
Also hat Wissen auch etwas mit unserer eigenen Wahrnehmung zu tun, inwiefern wir etwas Für-wahr-Halten (FüH). I. Kant formuliert drei Erkenntnisstufen im Rahmen des FüH: Meinen, Glauben und Wissen. Das Glauben ist subjektiv betrachtet hinreichend, allerdings objektiv unzureichend, während beim Meinen sowohl aus objektiver als auch aus subjektiver Sicht keine hinreichende Begründung geliefert werden kann. Beim Wissen ist diese jedoch in beiden Fällen gegeben. Weiter kann man das Wissen in drei Typen Überzeugungswissen, (faktisches, propositionales Wissen, Wissen das etwas der Fall ist), Regelwissen (praktisches Wissen, Know-how, Wissen, wie etwas getan werden muss) und Wissen als Kenntnis (Vertrautheit, Kenntnis von Personen und anderen Einzeldingen) aufgeteilt werden.Wie wir zum Wissen gelangen, lässt sich gut an zwei anderen Arten des Wissens zeigen. Beim Wissen „a priori“ gelangen wir unabhängig von der Wahrnehmung und der empirischen Erfahrung nur durch unseren Geist zur Erkenntnis (dieses Wissen ist vor allem logisches, mathematisches und semantisches Wissen). Im Gegensatz dazu gibt es das Wissen „a posteriori“, welches auch empirisches Wissen genannt wird. Dieses Wissen beruht auf Wahrnehmungen und Erfahrungen und ist typischerweise naturwissenschaftlich, psychologisch oder soziologisch.
Außerdem gibt es verschiedene Varianten der klassisch fundamentalistischen Epistemologie (Erkenntnistheorie). In der antiken Epistemologie, deren Vertreter beispielsweise Platon oder Sokrates sind, gibt es Wissen, das „a priori“ oder „a posteriori“ ist, aber auch Wissen das sich aus beidem zusammensetzt (tranzendentale Erkenntnistheorie/I. Kant) Der neuzeitliche Rationalismus (vertreten durch R. Descartes) geht davon aus, dass alles Wissen letztendlich „a priori“ ist. Kontrovers dazu gibt es den neuzeitlichen Empirismus (J. Locke, F. Bacon, G. Berkeley, D. Hume), der behauptet, dass Wissen immer „a posteriori“ ist. I. Kant hat schließlich beide Arten in seinem Werk 'Kritik der reinen Vernunft' zusammengeführt.Der Unterschied von beiden Wissensformen am Beispiel von Tischtennis:
Durch diese verschiedenen Definitionen von Wissen wird klar, wie vielschichtig das Thema ist. Im Unterricht haben wir begonnen, uns damit auseinanderzusetzen und festgestellt, dass es oft auf die Sichtweise ankommt, wenn man klären möchte, um welche Form des Wissens es sich handelt.
Verweis auf früheren Blogbeitrag zum apriori und Mode im Outletcenter Wolfburg: [link]
Infos zu Immanuel Kant von Oskar Negt, ehemals Leibniz-Universität Hannover:
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Formales:
Blogbeitrag von : Louisa Backhaus
Kurs: 11 pl1 g4N
Datum: 16.08.10 und 18.08.10
Thema: Epistemologie - die Idee des Wissens
Dienstag, 2. Juni 2009
Knut frühstückt Erdbeermarmelade - Warum? Und wann ist der Mensch frei?
Was ist Freiheit, wann hat ein Mensch frei gehandelt? Sind Tiere generell frei in ihrem Handeln? Fragen, die sich der Mensch im Rahmen der dritten kantischen Fragestellung stellt: Wie soll und wie kann ich als Mensch handeln? Zur Illustration der menschlichen Freiheitsproblematik, die in dem PostLabel 'Freiheit' behandelt werden (von Schopenhauer bis Satre, von Determinismus bis Interdeterminismus), dient folgende Situation:

Doch nun zum ersten Gruppenbeitrag: Knut frühstückt Erdbeermarmelade
Knut frühstückt. Er schneidet sein Brötchen auf und überlegt sich nun, ob er Erdbeer- oder Kirschmarmelade essen möchte. Heute entscheidet er sich für Erdbeermarmelade. Wie frei war er in seiner Entscheidung?
Zunächst unterscheidet man zwei Kategorien von Freiheit, die Handlungsfreiheit und die Willensfreiheit. Die Philosophen sind sich einig, dass Knut in seiner Handlung frei war, weil er weder behindert war noch dessen Hände gebunden waren. Jedoch scheiden sich die denkenden Geister bei der Frage, ob er der Willensfreiheit unterlag. Die Meinungen unterteilen sich hierbei in zwei Hauptgruppierungen, die Deterministen und die Indeterministen.
Die rationalistischen Deterministen z.B. Thomas Hobbes und David Hume behaupten, es gäbe keine Willensfreiheit des Menschen, da er wie ein Automat auf natürliche chemische Reaktionen reagiert, die in der Wissenschaft nachgewiesen sind. Sie würden Knuts Entscheidung damit begründen, dass er sich lediglich auf Grund von Reizen und Instinkten seines Gehirns entschied. So könnte die Erdbeermarmelade einfach besser nach Früchte duften.
Die Indeterministen und ihre Hauptvertreter Platon, Kant, Fichte, Schelling und Sartre vertreten die These, dass dem Menschen die Möglichkeit des freien Willens gegeben ist. Kant unterscheidet hierbei auf Grund zweier Einflussfaktoren, des empirischen Seins und des intellegiblen Seins. Nach dem empirischen Sein würde Knut sich für die Erdbeermarmelade entscheiden, da er aus seiner Erfahrung heraus weiß, dass diese ihm besser mundet. Nach dem intellegiblen Sein würde er sich jedoch für Kirschmarmelade entscheiden, da er weiß, dass die Erdbeermarmelade fast leer ist und seine Schwester ausschließlich Erdbeermarmelade isst.
Daraus entstehen oftmals Dilemmasituationen, da der Mensch zwischen diesen Einflussfaktoren abwägen muss.
von Frauke, Johanna, Phillip
Freitag, 13. März 2009
Ein CD-Player und das Erkenntnisproblem ...
So langsam geht es nun los, mit den Erkenntnistheorien der alten Philosophen. Begonnen wird traditionell im alten Griechenland. Ausgangspunkt in der letzten "Clubsitzung" war ein CD-Player.
Der Philosoph Platon (428-354 v.Chr.) gründete eine Philosophenakademie und beschäftigte sich ebenfalls mit dem Erkenntnisproblem der Wirklichkeit. Damit greift er die Frage auf, ob die Wirklichkeit bzw. die Wahrheit überhaupt erkannt werden kann. Dazu entwickelte er eine sogenannte Ideenlehre im Rahmen einer Zwei-Welten-Theorie. Doch zunächst zurück zum CD-Player.
Das allgemeine Wort "CD-Player" - so Platon - beziehe sich nicht auf einen bestimmten CD-Player, sondern auf jeden beliebigen CD-Player. Der griechische Philosoph behauptet nämlich, dass es irgendwo - außerhalb von Raum und Zeit - so etwas wie den idealen CD-Player gibt. Und dieser ideale CD-Player ist der eigentliche bzw. der wirkliche bzw. der wahre CD-Player. Damit ist die Idee des CD-Player wirklich. Jeder einzelne CD-Player, den wir Menschen wahrnehmen, ist nur eine Erscheinung bzw. eine Abbildung der allgemeinen Idee des CD-Players.
Um den Unterscheid zwischen Abbild, Erscheinung und Wirklichkeit zu verdeutlichen, ließ sich Platon das sogenannte Höhlengleichnis einfallen. Abbilder und Erscheinungen sind sinnlich (mit unseren Sinnen) erfahrbar. Diese Erkenntnisebene ist aber eine sehr unsichere. Ist aber auch die Ideenwelt erfahrbar? Und wenn ja, womit kann sie erfasst werden? Platon sagt: Die Ideenwelt ist nicht erfahrbar, nur erdenkbar. Ideen sind gewissermaßen Urbilder der sinnlichen Gegenstände. Die Ideenwelt kann nur mit Hilfe der Vernunft bzw. des Verstandes logisch und rational erfasst werden. Und diese Fähigkeit komme auch nicht jedem zu. Nur wer, die Höhle der Abbilder verlässt und gegen die Sonne schaut - seiner Meinung nach die Philosophen - habe die Fähigkeit, die Ideenwelt ansatzweise zu erfassen.

Was meint ihr dazu? Kann die Ideenwelt - so sie es denn gibt - nur mit dem Verstand erfasst werden?
Wer das Höhlengleichnis im Original (deutsche Übersetzung) nachlesen will, der klickt auf einfach auf LINK.
Das allgemeine Wort "CD-Player" - so Platon - beziehe sich nicht auf einen bestimmten CD-Player, sondern auf jeden beliebigen CD-Player. Der griechische Philosoph behauptet nämlich, dass es irgendwo - außerhalb von Raum und Zeit - so etwas wie den idealen CD-Player gibt. Und dieser ideale CD-Player ist der eigentliche bzw. der wirkliche bzw. der wahre CD-Player. Damit ist die Idee des CD-Player wirklich. Jeder einzelne CD-Player, den wir Menschen wahrnehmen, ist nur eine Erscheinung bzw. eine Abbildung der allgemeinen Idee des CD-Players.
Um den Unterscheid zwischen Abbild, Erscheinung und Wirklichkeit zu verdeutlichen, ließ sich Platon das sogenannte Höhlengleichnis einfallen. Abbilder und Erscheinungen sind sinnlich (mit unseren Sinnen) erfahrbar. Diese Erkenntnisebene ist aber eine sehr unsichere. Ist aber auch die Ideenwelt erfahrbar? Und wenn ja, womit kann sie erfasst werden? Platon sagt: Die Ideenwelt ist nicht erfahrbar, nur erdenkbar. Ideen sind gewissermaßen Urbilder der sinnlichen Gegenstände. Die Ideenwelt kann nur mit Hilfe der Vernunft bzw. des Verstandes logisch und rational erfasst werden. Und diese Fähigkeit komme auch nicht jedem zu. Nur wer, die Höhle der Abbilder verlässt und gegen die Sonne schaut - seiner Meinung nach die Philosophen - habe die Fähigkeit, die Ideenwelt ansatzweise zu erfassen.

Was meint ihr dazu? Kann die Ideenwelt - so sie es denn gibt - nur mit dem Verstand erfasst werden?
Wer das Höhlengleichnis im Original (deutsche Übersetzung) nachlesen will, der klickt auf einfach auf LINK.
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