Posts mit dem Label Photographie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Photographie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 12. Dezember 2011

denkart: melancholische Farbenfreude .

melancholische Farbenfreude .

Die Oberfläche ist bunt.
Sie war bunt.
Im stillen Moment
ist sie nichts als Schein.
Was bleibt
ist schwarz,
ist weiß,
ist schwarz-weiß,
ist grau.
Farblos.
Die Nuancen der Melancholie,
sie existieren.
Doch sichtbar
sind sie nur
auf der Leinwand
geistiger Abstraktion.

von F. Hartmann

Dienstag, 29. November 2011

Susan Sontag: Fotos sind einprägsamer als bewegliche Bilder / Fotografie und Moral

Der dritte Textabschnitt von Susan Sontags „In Platos Höhle“ behandelt die Fragen
(1) Wie entsteht ein Ereignis?
(2) Welchen Einfluss hat die Industrialisierung auf die Fotografie?
(3) Können Fotos Erkenntnis vermitteln?

  1. Laut Sontag wird etwas zum Ereignis, indem die Menschen sagen, dass es ein Ereignis ist. An einem Ereignis zeigen viele Menschen Interesse. Dieses Interesse entsteht aus Ideologie (z.B. Politik oder Medien). Einem Ereignis geht immer eine Ideologie voraus. (Hinweis Heim: Wobei der Begriff Ideologie hier kritisch betrachtet werden muss). Desweiteren ist ein Ereignis etwas Unerwartetes oder Neues (z.B. der Kniefall Willy Brandts) Auch ein moralischer Impuls oder etwas Redenswertes kann zum Ereignis werden. Die Politik versucht, etwas als Ereignis zu bestimmen, indem die Medien darüber berichten und somit das öffentliche Interesse geweckt wird. Laut Sontag benötigt man, um ein Ereignis zu verstehen das entsprechende (politische) Bewusstsein / Ideologie. Bilder fangen diese Ereignisse ein. Dazu sind Standfotos besser geeignet als bewegte Bilder: Standfotios sind einprägsamer, da hier das Ereignis auf den Punkt gebracht wird. Bei bewegten Bildern bekommt der Betrachter zu viele Eindrücke auf einmal geliefert. Dadurch heben sich die Wirkungen der einzelnen Bilder gegenseitig auf. In Bezug auf Moral gilt: Nur Neues schockiert. Im Laufe der Zeit stumpft man ab, die Gefühle bezüglich eines bereits bekannten Ereignisses werden weniger. Die ethische Aussage von Fotos ist fragil, da eine ethische Distanz zum Ereignis entstehen kann. (Ergänzung Heim: Grundsätzlich sieht Sontag Problempotential in der Verbindung zwischen Fotografie und Moral. Fotografien dienten zwar häufig zur Stimulierung eines moralischen Impulses, dieser scheine aber mehr als fragwürdig. Natürlich könnten besagte schockierende Fotos eine moralische Position verstärken und in einem frühen Stadium auch fördern, sie könnte eine moralische Position jedoch nicht grundsätzlich schaffen.)
  2. Durch die Industrialisierung werden Fotos in den Dienst wichtiger Aufsichtsorgane gestellt. Fotos fungieren als Karteikarten, als moralische Methode die Welt bzw. die Gesellschaft zu verwalten. Dabei sollen die Fotos als Informationsmittel diene. Allerdings muss man beachten, dass Fotos nur einen schmalen Ausschnitt aus Zeit und Raum darstellen (Bezug zu Kant). Laut Sontag ist die Fotografie das genaue Gegenteil von Verstehen, denn jede mögliche Form des Verstehens wurzelt in der Fähigkeit „nein“ zu sagen. Durch das schießen von Fotos sagt man jedoch automatisch „ja“ zu dem entsprechenden Ereignis. Durch die Industrialisierung sind ein ästhetisches Konsumverhalten und die Massenfotografie entstanden. Diese verhält sich analog zur Massenproduktion.
  3. Fotos sind die Möglichkeit etwas zu illustrieren. Der Mensch will die Welt in ihrer Totalität erfassen und strebt dabei immer nach Erkenntnis. Dies versucht er mittels Fotos. Dadurch schafft er allerdings lediglich eine scheinbare Weltaneignung und keine philosophische, politische oder ethische Erkenntnis. Fotos stellen lediglich ein Duplikat der unübersichtlich gewordenen Welt dar, durch das die Welt verfügbar erscheint.

Susan Sontag ist stark auf den Fotojournalismus fixiert und steht der Fotografie sehr kritisch gegenüber, da man immer hinter die Bilder sehen muss, um sie komplett zu verstehen.

------------------------------------
Blogbeitag von S. Wippermann
Datum: 23.11.11
Thema: Fotografie und Moral
Kurs: 12pl1

Dienstag, 22. November 2011

Susan Sontag: Fotos sind Beweismaterial

Der zweite Textabschnitt von Susan Sonntags „In Platos Höhle“ behandelt die Rolle der Fotographie in der Gesellschaft. Nach Susan Sonntag dient die Fotographie in der Gesellschaft als Mittel zur Beglaubigung von einer Erfahrung die man gemacht hat bzw. habe. Denn dort stellt sich das Problem ob man noch wirklich von einer Erfahrung, z.B. von einem Urlaub, sprechen kann, sollte das Bild bearbeitet worden sein und sei es bloß um die Farbkontraste zu verstärken. Dies wiederum macht jedoch nach Friedrich Schiller etwas erst wirklich schönes aus.
Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass Fotos im Urlaub gemacht werden?
Nach Susan Sonntag dient die Kamera im Urlaub dazu sich die ungewohnte oder gar
beängstigende Umwelt sich zu Eigen zu machen. Fotos dienen als imaginärer Besitz von dem photographierten Objekt, um der Außenwelt, also z.B. Freunden, die Erfahrung zu vermitteln. Fotos erhalten somit eine gesellschaftliche Rolle durch den Tourismus. Aber auch eine soziale Funktion des „teilhaben lassen“. Vor allem in der Familie, z.B. um Verwandte die Familie zu zeigen oder um sich anzusehen wie man als Kind ausgesehen hat. Fotos haben dadurch einen so hohen gesellschaftlichen Wert, dass man als schlechte Eltern gilt, wenn man keine Fotos von den Kindern besitzt, da man sie scheinbar nicht liebt, sonst hätte man ja Fotos von ihnen.
So werden bei allen möglichen familiären Anlässe Fotos gemacht, doch können diese nicht nur eine Porträtchronik schaffen, sondern auch diese schönen Momente zerstören.
Es stehen also die Funktionen der Fotographie im Tourismus den Funktionen in der Familie gegenüber. Der Stolz auf die Urlaubsfotos und die Intimität von Familienbildern. Oder die Unsicherheit im Ausland und die Vertrautheit zu Hause. Doch eine Sache vermitteln beide Funktionen, nämlich das Gefühl einer heilen Welt.
Doch welches Ereignis ist es, welches sich zu photographieren lohnt und was ist überhaupt ein Ereignis? Ein Ereignis ist etwas Sehenswertes wie z.B. ein schöner Ausblick oder der Austausch der Ringe bei einer Hochzeit und dies sehenswerte wird dann auch Fotographierenswert. Dieses Ereignis löst eine Assoziation im Inneren aus, etwas was man mit dem Foto oder solch einem Ereignis verbindet.
So kommt es, dass das photographierte Ereignis oftmals etwas allgemein als schön
empfundenes Ereignis darstellt. Denn nach Friedrich Nietzsche wird man durch Leid und Schwäche an die Degeneressenz und Vergänglichkeit des Menschen erinnert und dies versucht der Mensch aufgrund seiner Gattungseitelkeit zu vermeiden. Fotos von Leid werden zu einem Tabu.

-------------------------------
Blogbeitrag von: Sebastian Klautke
Kurs: 12 pl1 g4N
Datum: 16.11.2011
Thema: Fotographie
Susan Sonntag: In Platos Höhle

Mittwoch, 16. November 2011

Bilder, Macht und Wirklichkeit

Der Philosoph W. Vossenkuhl zur Macht der Bilder und den Bezug zur Wirklichkeit:





Fotografie als eigenständige Kunst? (Susan Sontag)

Die Schriftstellerin, Publizistin und Regisseurin Susan Sontag wurde am 16. Januar 1933 in New York geboren und starb dort am 28. Dezember 2004. Sie ist vor allem für ihre Kritik an ihrem Heimatland, den USA und ihren Einsatz für die Menschenrechte bekannt.
Außerdem wurde Sontag mit einigen Preisen, wie zum Beispiel dem „National Book Award“ für ihren Roman „In America“ ausgezeichnet.



Wir beschäftigen uns derzeit im Unterricht mit dem von ihr verfassten Text: „In Platos Höhle“, der das Thema Fotografie behandelt und haben uns daher in der letzten Stunde die Frage gestellt: Ist Fotografie Kunst? Sontag geht davon aus, dass das Fotografieren seit Anbeginn eine künstlerische Tätigkeit ist und durch die Industrialisierung, also die Massenfotografie zu einer „eigenständigen Kunst“ wurde. Wir diskutierten ob es sich nur bei arrangierten Bilder um Kunst handeln könne, oder ob es darum ginge ein besonders genaues Abbild der Wirklichkeit zu schaffen und am Wert des Abbildes für den Erkenntnisprozess festzumachen, ob es sich um Kunst handle. Daher bleibt die Frage nach der Fotografie als Kunst offen und lässt aber eine subjektive Antwort zu.
Weiterhin thematisierten wir kurz den Aspekt der Aggressivität im Zusammenhang mit der Fotografie. Sontag nimmt insbesondere Bezug auf das hiermit verbundene Vokabular wie beispielsweise: Ein Foto schießen. Der Fotoapparat sei in diesem Fall als Waffe zu betrachten. Allerdings kann die Aggressivität auch darin liegen, Menschen gegen ihren Willen abzulichten und auf diese Weise in ihr Privatleben einzugreifen. Insgesamt bietet unser derzeitiges Thema Ästhetik, in dem die Fotografie ein Teilbereich ist, viel Diskussionsstoff und so tun sich im Unterrichtsgespräch immer neue Fragen auf, die es zu klären gilt. Hat etwas, das jeder kann einen Anspruch darauf Kunst zu sein? Ist nur das vom Menschen selbst geschaffene als Kunst zu bezeichnen?

Literatur: „In Platos Höhle“,Susan Sontag, Über Fotografie, Frankfurt/Main 1980.


---------------------------------------------------------
Formales:
Autor: Gwen Saleh
Kurs: 12pl1
Datum: 14.11.11
Thema: Fotografie
Titel: Fotografie als eigenständige Kunst?

Montag, 14. November 2011

Susan Sontag: In Platons Höhle ...

Fotografie-ein Mittel zur Erkenntnis?

Fotografie- unser neues Kursthema in Philosophie. Um gleich einen philosophischen Bezug zum Thema zu finden, beschäftigen wir uns momentan mit dem Text „In Platos Höhle“, ein Ausschnitt aus dem Werk „Über Fotografie“ von Susan Sontag.
Der Titel verweist auf das Höhlengleichnis von Platon und lässt dadurch schon auf ein zentrales Thema des Textes, die Erkenntnis, schließen.
Im ersten Teil ihrer Ausführungen definiert die leidenschaftliche Fotojournalistin Sontag die Fotografie über drei Punkte:

1. Aneignen des fotografierten Objekts durch den Fotografen
2. Der Fotograf setzt sich in Beziehung zu diesem Foto/der Welt
3. Fotografie vermittelt Erkenntnis und damit Macht

Für Sontag vermitteln Fotografien den größten Teil der Erkenntnis („Fotografien sammeln heißt die Welt sammeln“). Diesen empirischen Erkenntnisansatz bezieht sie allerdings nur auf Fotografien, da diese im Gegensatz zur Malerei und Literatur, welche nur subjektive Interpretationen der Wirklichkeit sein können, kleine Miniaturrealitäten sind. Trotz ihrer Manipulierbarkeit gelten sie für Sontag als unwiderleglicher Beweis.
In einer Diskussion stellten wir fest, dass aus unserer Sicht der Fotograf das Aneignen eines Objekts beim Fotografieren dazu nutzen kann, die Situation auf eine bestimmte Weise darzustellen und den Betrachter nur bestimmte Dinge sehen zu lassen. Nur der Fotograf kennt die komplette Wahrheit und hat die Macht, diese zu beeinflussen. Hier wird die Parallele zu einem anderen Empiristen deutlich. Francis Bacon formulierte schon 1597 „Wissen ist Macht“
Sontag schreibt allen Fotos eine Aggressivität zu, welche diese durch ihre ständige Präsenz erhalten, unabhängig von der Art der Fotografie. Gleichzeitig wird für sie aber auch das Verstehen der Vergangenheit und der Gegenwart nur durch diese Fotografien möglich. Diesen Punkt haben wir im Kurs diskutiert und haben festgestellt, dass für uns eine Erkenntnis durch Fotos maximal auf einer emotionalen Ebene möglich ist, da wir niemals eine Beziehung zur fotografierten Situation sondern nur zum Foto selbst aufbauen können.
Fotografie hat sich laut Sontag selten selbst als Kunst aufgefasst, auch wenn durch stilistische Experimente dieser Weg mittlerweile bereitet wurde.
Schon in dieser ersten Einheit zur Fotografie haben wir ausgiebige Diskussionen geführt, weshalb ich mich auf eine spannende Zeit mit diesem Thema freue.


Literatur: „In Platos Höhle“,Susan Sontag,Über Fotografie, Frankfurt 1980

--------------------------------------------
Blogeintrag von: Louisa Backhaus
Kurs:11 pl g4N
Datum: 09.11.2011
Thema: Fotografie
Blogtitel: Fotografie-ein Mittel zur Erkenntnis?

Sonntag, 6. Juni 2010

Fotofestival Hannover


Veranstaltungstipp, weil wir da schon mal waren:

http://www.fotofestival-hannover.de/

Freitag, 27. März 2009

Code 150 - Die Spendenübergabe

















Schüler des Gymnasiums Jesse Betram übergibt den Spendencheck in Höhe von 150 Euro an die Sportler der Voltigiergruppe

Vor genau einem Jahr hat die letzteKampagne „Humanitäre Schule“ initiiert von Jugendrotkreuz Niedersachsen mit dem Planspiel „Outface“ am Gymnasium Mellendorf begonnen. Es ging um einen Grenzkonflikt zweier Länder, den Schüler der damaligen Jahrgangsstufe 10 im Fach Werte und Normen lösen mussten. Daran schloss sich ein soziales Projekt an. Die Werte und Normen Schüler besuchten die Behinderten Voltigiergruppe der Wedemark, deren Sportler der Schule unter den Eichen in Mellendorf sind. Aus dem Besuch bei einem Training entstanden viele fotografische Eindrücke, die die Schüler des Gymnasiums am Tag der offenen Tür im Februar im Rahmen der Fotoausstellung die Andersperspektive präsentieren. Zusammen mit der Klasse 9b sammelten die Werte und Normen Schüler des Jahrgangs 11 150 Euro Spenden für das Heilpädagogische Voltigieren in der Wedemark. Am Freitag (27.03.09) fand das soziale Projekt mit der Übergabe des Spendenchecks an die Schüler der Voltigiergruppe der Schule unter den Linden ihren Abschluss und Höhepunkt. Im Rahmen einer kleinen Zeremonie und gemeinsamen Musizierens schaute man sich die Fotos noch einmal an und lauschte dem eigens für dieses Projekt komponierten Rapsong von Thorben Frädermann: „Anderssein“. Schulleiterin Maike Rhode und Werte und Normen-Lehrer Wilhelm Heim waren sich einig, dass man ein solches Projekt fortführen müsse: „Nur so könne man für Offenheit, Hilfsbereitschaft und Respekt für einander sorgen.“

Muckrakers sagen: Danke für diesen Tag!

Mittwoch, 4. März 2009

g20 ... wir sind sammler ... für die humanität


Wir können mit Recht sagen, dass unsere AndersPerspektive Beachtung gefunden hat. So haben sich einige Beuscher zum Tag der offenen Tür am Gymnasium Mellendorf unsere Ausstellung über die Wedemärker Voltigiergruppe angeschaut. Während der Ausstellung erfolgte eine individuelle Führung von Jesse B., der mit seinem Sachwissen die Interessierten zu überzeugen wusste und zum (Nach-)Denken brachte. Zudem gab es eine musikalische Neuvorstellung im Rahmen, denn Thorben F. präsentierte als Notas sein ertes Album, auf dem sich passenderweise der Rapsong "Anderssein" befindet.

Nebst den wichtigen Fotoimpressionen über die Reitsportler beim Training konnten sich die Besucher der Ausstellung auf einem Kuchenbasar bedienen. Die Selbstbedienung am Kuchentisch erforderte jedoch auch eine finanzielle Spende für die Voltigiergruppe. An dieser Stelle sei damit allen gedankt, die in den Spendenkoffer eine kleine (aber enorm wichtige) Aufmerksamkeit für weitere Erfolge der fotografierten Sportler spendeten. Der dreistellige gespendete Betrag wird allerdings erst mit hochoffizieller Presse verraten.

An dieser Stelle eine kleine fotografische Nachbetrachtung und zusätzlich der Text von Notas ("Anderssein"):


Freitag, 30. Januar 2009

g20 ... wir stellen aus ... Tag der offenen Tür

g20 ... Wir stellen aus. Endlich - gut Ding will Weile haben - gibt's Muckracker-Fotos zu sehen. Einige von uns waren im letzten Jahr nämlich bei der Behinderten-Voltigiergruppe der Wedemark und haben ein paar Bilder geknipst. Das war schon eine merkwürdige Erfahrung. Gewissermaßen aus einer anderen Perspektive die Welt zu betrachten und die Wirklichkeit anders kennenzulernen.
Die Jugendlichen der Voltiegiergruppe sind zudem auch international sehr erfolgreich und haben diverse Medaillien bei den Olympic-Games errungen. Diese Erfolge konnten von uns gut nachvollzogen werden, denn das Training der Gruppe, das wir im letzten Jahr besuchten und auf dem unsere Fotos aufgenommen worden sind, war sehr eindrucksvoll. Die Volties zogen für uns sogar ihre Wettkampfanzüge an.
Am Tag der offenen Tür des Gymnasiums in Mellendorf sind wir in Raum g20 zu besuchen. Dort gibt es eine kleine Fotoaustellung mit den obigen Bildern.
Außerdem präsentiert NOTAS mit einem Musiktitel seine Gedanken zu dem Thema "Anderssein" ... für Fragen betreffend der Philosophie stehen wir natürlich auch gerne zur Verfügung ...
Mit der Austellung findet gewissermaßen die Teilnahme des Gymnasiums am Projekt "Humanitäre Schule" - initiiert vom Jugendrotkreuz in Niedersachsen - ihren Abschluss.

Wir freuen uns natürlich besonders, wenn nach dem Besuch der Austellung, Kommentare, Eindrücke, Gedanken dazu hier Platz finden könnten ...

Montag, 21. Juli 2008

Ein Bild und SEIN Gegenbild


Passend zum Bild der offiziellen Lumixfotoshow gibt es auch ein Gegenbild von "@ heimweh_bilder". Eine interessante Perspektive, die sich daraus ergibt. Nichts ist damit so, wie es scheint. Beide Fotos bilden scheinbar das Gleich ab und beide sind doch ganz anders.

Sonntag, 20. Juli 2008

Ein Bild und ein HINWEIS zu den Fotos ...


Man kann es kaum glauben, aber unser Philosophiekurs hat es sogar geschafft im Rahmen des Besuches des LumixFotofestivals in Hannover in dessen offizielle Fotoshow zu kommen. Mit einem Bild unter http://www.fotofestival-hannover.de/
Macht natürlich schon was her, auch wenn nicht alle Mitglieder des Kurses drauf sind. Dem Fotografen kam es aber weniger auf unseren Kurs an, sondern auf unsere nette "Führerin", die sich so gar nicht ablichten lassen wollte ...

Ach ja, ein Hinweis noch: Die Fotos, welche als Bezugspunkte der Essays dienten, sind alle auf dem Lumixfestival abfotografiert worden. Im Nachhinein sind den Schreiberlingen z.T. die Fotografen und Informationen, die einer ordnungsgemäßen Quellenangabe entsprechen, im Dschungel der Collegeblöcke abhanden gekommen ...

Mittwoch, 2. Juli 2008

Ein Dialog: Der Irak, ein Kornfeld und die Friedlichkeit

Dustin: "Hey Theo, was hältst du von diesem Bild?"

Theo: "Wirkt irgendwie beruhigend auf mich."

Dustin: "Jap, auf mich auch. Wenn auf dem Feld noch'n ein Mensch stehen würde, würde ich irgendwie sofort an Herder's Aussage nach Friedlichkeit denken. Weißt schon, dass der Mensch zur Friedlichkeit geschaffen worden ist!"

Theo (guckt zur Seite): „ Jo, stimmt. Das hier (tippt auf das Bild) finde ich aber auch interessant. Da fällt mir gleich die goldene Regel zu ein, wenn ich sehe, wie die Amis die Iraker abtransportieren. Die hätten doch auch kein Bock, dass die Iraker in ihr Land einmarschieren und ihnen vorschreiben, was sie zutun haben.“

Dustin: „Hast' Recht man, wenn ich dir eine rüberhauen will ich ja auch nich', dass du zurückschlägst wa.“

Theo (grinst): „ Jojo Digga!“

(gehen weiter)

Dustin: „Hier, guck mal, schon wieder'nen Bild worauf man die Regel anwenden kann. Schon übet, lies dir mal den Text durch. Die scheiß Kerle haben damit Fußball gespielt …“

Theo: „Die haben sowieso keinen Respekt vor dem menschlichen Leben, denen is'das scheißegal.“

Dustin: „Überhaupt kann man an den ganzen Kriegsbildern gut sehen, wie die goldene Regel gar nicht beachtet wird.“

Theo: „Na klar, wenn jemand einen Krieg anzettelt, will er auch nur persönliche Vorteile daraus schöpfen. Der denkt doch nicht an das feindliche Volk, wie es leidet und wie es wäre, wenn er selbst in so eine Situation kommt.“

Dustin: „Die hauen uns da schon wieder ab, müssen uns mal ein bisschen beeilen.“

(Dustin und Theo laufen den anderen hinterher)

von Theo, Kosta, Dustin, Enrico

Freitag, 27. Juni 2008

Ein Essay: Wie ein Foto zu humanitären Denken anregt

„Ich versuche den Menschen eine Stimme in der Weltöffentlichkeit zu geben, die sie sonst nicht hätten.“ (James Nachtwey)

Es heißt oft ein Bild sage mehr als tausend Worte, folglich kann ein Fotograph mit einem einzigen Fingerdruck mehr erzählen als es ein anderer mit vielen Sätzen vermocht hätte. Auch wenn dieses Foto nicht von ihm stammt, so lässt sich Nachtweys Aussage auf diesem Bild erkennen. Dieser Mensch hinter Gittern hätte wohl nie die Chance, einem von uns seine Geschichte zu erzählen. Der Schöpfer dieses Bildes aber schafft es mit einer doch sehr eindringlichen, visuellen Botschaft uns das Leiden dieses Gefangenen nahe zu bringen. Ohne das Gesicht der Person zu zeigen, wird eine gewisse Distanz gewahrt, die dieses Bild stellvertretend für viele Leidende stehen lässt. Die Hand mit der Handfläche nach oben gewandt ist eine charakteristische Geste der Bitte und des Flehens, sie steht für den stummen Hilferuf, der von diesen Menschen ausgeht. Ein Bericht hätte dies nicht in diesem Maße zeigen können, denn ein Foto spricht unseren meistgenutzten Sinn an, die Sicht, daher erfassen wir schneller, was zu sehen ist, und es wirkt lebendiger und eindrucksvoller. Wir fühlen uns durch dieses Bild angesprochen, weil wir uns niemals vorstellen können unserer Stimme beraubt zu sein.


„Die Wahrheit ist immer richtig, aber ihre Folgen sind häufig problematisch.“ (Jeff y. t. Chi)

Nun haben sie dieses Zitat gelesen und dieses Foto gesehen und fragen sich was das beides miteinander zu tun hat, was das Zitat bedeutet und sicher noch vieles mehr. Fangen wir doch einfach mal mit dem Zitat, das im Grunde eine These ist, an.

Die Wahrheit ist alles, was man über etwas wissen kann. Die Wahrheit über einen Ball ist, dass er rund ist, ein Körper, man ihn werfen kann und so weiter. Wird die Wahrheit verfälscht “Mit einem Ball kann man fliegen!” ist das eine Lüge. Lügen sind grundsätzlich falsch, da jeder Mensch ein Recht auf Wahrheit hat. Das ist einfach ein ethischer Grundsatz der Menschheit. Nur gibt es einen Haken an der Wahrheit, denn ihre Folgen sind in dieser Welt oft problematisch.

Was hat das ganze jetzt mit diesem Bild zu tun und was soll das bedeuten? Das Bild ist das Beispiel und damit der Beweis für die These. Nicht das Bild selbst, aber die Geschichte dazu. Was wir auf dem Bild sehen ist ein älterer, deutscher Mann in der sogenannten “Villa Germania”, zu finden in Thailand. In dieser Villa kann man für nicht allzu viel Geld ein schönes Leben führen, genau wie in Deutschland mit deutschen Lebensmitteln, deutschem Essen und sogar einem eigenen Oktoberfest. Wenn die Verwandten jetzt aber denken, ihr Onkel führe ein ganz normales, deutsches Leben, nur mit schönerem Wetter, dann kennen sie leider nicht die ganze Wahrheit. Der größte Vorteil an der “Villa Germania” sind die billigen Sexsklaven. Kein Witz, die Männer können sich für ein bisschen Geld hübsche Frauen regelrecht “mieten” und alles mit ihnen machen, was sie wollen. Sextourismus vom feinsten.

Das ist also die Wahrheit. Es ist vorauszusehen, dass es problematisch wäre, würden die Verwandten sie erfahren. Eigentlich könnte man jetzt das Recht an der Wahrheit anzweifeln. Wieso sollte man einem Menschen die Wahrheit sagen, wenn sie ihm möglicherweise schadet? Im Grunde genommen ist das ganze eine Vertrauensfrage. Möchte der Mensch die Wahrheit wirklich von ganzem Herzen wissen, dann wird man ihm vertrauen können, dass er darauf gefasst ist, was kommt. Wie sie sehen ist die Wahrheit eine feine Sache, aber was die Menschen damit machen oder wie sie damit klar kommen, das ist meistens etwas komplizierter.

Zum Schluss noch eins: Der Tanzpartner des Herren auf dem Foto ist ein Mann.

von Jeff und anderen

Ein Essay: Die Friedlichkeit der Schildkröte

„Seine Gestalt selbst lehrt ihn also Friedlichkeit, nicht räuberische Mordverwüstung…“ (J.G. Herder)

Friedlichkeit?

Räuberische Mordverwüstung!

Irgendwie doch nicht…

Etwas ist auch friedlich:

Die spielenden Kinder.

Licht spiegelt das Blut

WIderspruch!

Kriegende sind niCht friedlich!

DocH das waren Bomben,

Keine Menschen!

DiE menschliche Gestalt greift nicht an

SIe spielt friedlich

doch das was sie damiT erbauen kann, ist tötlich!

Gut, wir haben keinen Stachel wie eine Biene, keine Reißzähne wie ein Tiger und nicht einmal einen Panzer wie eine Schildkröte. Darin hat Herder völlig Recht, wir sollten also friedlich sein und uns mit niemandem anlegen, weil wir durch unseren Körperbau meistens im Nachteil stehen werden. Also- alles friedlich, alles humanitär, Friede, Freunde Eierkuchen.

Schön wärs! Was ist denn mit all den Kriegen? Den hunderttausenden Menschen, die dafür sterben müssen? Wo sind da die Friedlichkeit und die Humanität geblieben? Ein starker Widerspruch, den das Bild mit den beiden spielenden Kindern im zerbombten Haus gut illustriert. Wir selbst, also unser Körper ist friedlich, doch unser Gehirn einfach zu schlau. Mit unseren Fähigkeiten und dem Drang nach Größer, Stärker, Reicher landen wir jenseits von Humanität und Friedlichkeit!

von Sina und anderen

Ein Essay: Ja, ich will!

- Möchtest du Rainer, die hier anwesende Kuh Erna zu deiner Frau nehmen, sie lieben und ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet, so antworte mit JA.

- Ja, ich will!

„Auch die Liebe sollte bei dem Menschen human sein; dazu bestimmte die Natur, außer seiner Gestalt, auch die spätere Entwicklung, die Dauer und das Verhältnis des Triebes in beiden Geschlechtern, ja sie brachte diesen unter das Gesetz eines gemeinschaftlichen freiwilligen Bundes und der freundschaftlichsten Mitteilung zweier Wesen, die sich durchs ganze Leben zu einem vereint fühlen.“ Johann Gottfried Herder, Zur Humanität und Religion ist der Mensch gebildet

Nun stellen wir fest, dass einer Ehe zwischen Kuh Erna und Rainer so gut wie nichts mehr im Wege steht.

Schön wärs! Doch nun zur Realität:

In vielen islamischen Familien gehört es zur Tagesordnung, junge Mädchen, die noch mit Puppen spielen, mit ihnen völlig fremden und alten Knackern zu verheiraten. Diese Mädchen werden auf brutalste Weise vergewaltigt, misshandelt und gedemütigt. Von freiwillig kann hier keine Rede sein, ganz im Gegenteil: Die Familien zwangsverheiraten ihre Töchter, um den Ruf der Familie aufzubessern und ihre Ehre zu erhalten. PURER EGOISMUS! Es bringt sogar besonders hohes Ansehen, die KINDER noch vor ihrer ersten Periode zu verheiraten.

Wir finden den Bund zwischen Rainer und Erna tausendmal besser und humanitärer als das grausame Ausnutzen unschuldiger Mädchen, denn dies hat rein gar nichts mit Liebe, Freundschaft, Treue und Zusammengehörigkeit zu tun, welche nach unseren und Herders Ansichten eine Ehe ausmachen.

von Johanna und anderen

Ein Essay: Frieden - was ist das?

Was bedeutet überhaupt Frieden? Frieden wird oft nur als Begriff für Sicherheit benutzt, dafür, dass kein Krieg ist, jedoch bedeutet Frieden nicht, dass nirgendwo krieg herrscht, denn auch ohne Krieg ist kein Frieden vorhanden! Für mich bedeutet Frieden, dass alle Menschen, egal wo sie sich befinden, in Freiheit, Sicherheit und unter annehmbaren Lebensbedingungen, das heißt mit genug Nahrung, Wasser und Lebensraum, leben. Und diesen Fall gibt es anscheinend nirgendwo auf der Welt. Wenn man jedoch davon ausgeht, dass Frieden erreicht werden kann, nur um dieses Zitat zu wiederlegen muss man erst mal das Gegenteil von Frieden definieren. Dieses Gegenstück bedeutet nicht Krieg wie viele meinen. Es ist ein angeborenes Gut der Menschheit, dass von kaum einem Menschen angesprochen wird, selbst in Herders Text wird es kaum erwähnt. Es ist Leid, Trauer, Schmerz, ob nun physisch oder psychisch. Dieser Bestandteil des Menschen wird von einem zum anderen weitergegeben und wenn man auch nur einmal damit in Kontakt kommt, gibt man dieses Gefühl auch weiter, bewusst oder unbewusst. Der Mensch ist nun mal ein fühlendes Wesen und dadurch, dass er die positiven Gefühle wahrnimmt, kann er die negativen nicht ignorieren. Das Gegenstück ist damit erkannt, aber man kann es nur schwer aus der Welt schaffen, da es ein Teil des Menschen ist. Damit kommen manche Menschen auf die Methode: „Frieden durch Krieg!“

Sie denken, dass der angebliche Aggressor ihren Schein-Frieden stört und damit versuchen sie ihn zu vernichten und damit aus der Welt zuschaffen. Dadurch ist auf einem Punkt der Erde ein übermaß an Leid, dass sich schnell verbreitet und auf anderem Wege wieder zurück kommt und damit wäre das Problem „Leid“ nicht gelöst und der Frieden wäre nicht erreicht.

Eine weitere Lösung wäre die Büchse der Pandora wieder zu verschließen und kurzgesagt alle Gefühle des Menschen auszuschalten und in einer gefühlslosen Welt ohne Leid, Liebe und sonstigem zu leben. Ein schöner Gedanke jedoch nicht durchführbar, da es physikalisch unmöglich ist und immer irgendjemand sein „schönes“ Leben weiter leben möchte.

Damit wäre man bei der einzigen durchführbaren Möglichkeit angelangt: Sprengen wir die Erde doch einfach in die Luft!

Damit wäre all das Leid aus der Welt geschafft, kein Mensch fühlt mehr irgend ein Schmerz für immer, leider gibt es aber auch keinen Menschen mehr der irgendwas fühlen kann, damit gäbe es dann doch keinen Frieden, da es kein Frieden fühlendes Wesen mehr gibt.

Albert Einstein: „ Es kann keinen Frieden geben solange es auch nur ein unglückliches Kind auf der Welt gibt.“ Wir haben ein paar Millionen unglücklicher Kinder!

von Lorn, Jörn, Nils & Niko

Ein Essay: „ilove“ - Mutterliebe mal andersherum!

Normalerweise versteht man Mutterliebe als die spezielle Liebe der Mutter zu ihrer Tochter/ihrem Sohn; sie entwickelt sich bereits während der Schwangerschaft. Doch in diesem Bild wird die Mutterliebe mal andersherum dargestellt, nämlich von der Tochter zur Mutter. Bestimmt ist diese Liebe nicht immer einfach, besonders in Zeiten der Pubertät. Die Tochter möchte beispielsweise feiern, doch die Mutter möchte dies nicht, oder die Mutter möchte, dass die Tochter lernt, doch die Tochter hat da keine Lust zu.

In diesem Fall möchte die Mutter der Tochter etwas erklären, wovon sie jedoch genervt ist. Trotz dieser gelegentlich vorkommenden Streitigkeiten trägt die Tochter ein T-Shirt mit der Aufschrift: „I love Mom."

Aus diesen Gründen ist die Liebe zwischen Mutter und Tochter etwas ganz Besonderes!

von Julia und anderen ...

Ein Essay: Über ein Bild, ein Zitat und Sachen, die mich beschäftigen.

„Tiere sind geborne Knechte im großen Hause der irdischen Haushaltung.“. Netter Mensch, dieser Herder. Wirklich humanitär. Und das ist er ja auch nach seiner Definition der Humanität, sprich, wenn das Wort humanitär, was ich an dieser Stelle einfach ganz simpel mit friedlich gleichsetze, was ja sogar er als Grundstein zur Humanität sieht, wirklich nur auf Menschen bezogen wird. Man also nur zu Menschen friedlich ist. Doch ich fasse Humanität anders auf. Ich beziehe humanitär auf alle Lebewesen. Aber da wird ja schon wieder eine Definition benötigt. Was sind denn eigentlich Lebewesen?

Nach Aristoteles ist das Beseelte das Belebte. Er unterscheidet grob drei verschiedene Stufen von Leben, die er nach ihren Seelenvermögen hierarchisch anordnet. Auf der untersten Stufe steht das allein durch Ernährung und Fortpflanzung bestimmte Leben der Pflanzen. Darauf folgt das zusätzlich durch Sinneswahrnehmung und Fortbewegung bestimmte Leben der Tiere. Auf der obersten Stufe befindet sich das darüber hinaus durch Denken bestimmte Leben des Menschen. In der modernen Biologie widerum sind Lebewesen physikalisch strukturierte materielle Systeme aus vorwiegend organisch-chemischen Substanzen, die durch einen Satz von Merkmalen beschreibbar sind, die als notwendige Kriterien für Leben erachtet werden. Z.B. die Energiegewinnung aus Nahrung durch Stoffwechsel mit der Umgebung. Mmh. Dann wären wir wohl nach meiner Definition unter Hinzuziehung einer der beiden Lebewesen-Definitionen, egal welcher, alle ziemlich unhumanitär. Da wir doch alle Lebewesen töten um uns selbst zu ernähren. Ja, sogar ich, der versucht keine "Leichen" zu essen. Die armen Pflanzen. Doch im Grunde sind wir ja sowieso alle schlechte Menschen, wenn ich im Moment einfach mal drüber nachdenke. Warum sind wir denn nicht in Afrika und helfen irgendwelchen Menschen, die kurz vor dem verhungern sind und Müll essen müssen? Sondern Kaufen uns teure Klamotten. Das klingt jetzt zwar auf den ersten Blick naiv. Aber darüber sollte mal nachgedacht werden. Denn nur weil es noch schlechtere Menschen als uns gibt, heißt das ja nicht, dass wir gute Menschen sind. Kommen wir aber ersteinmal wieder zum Bild und zum Zitat, die hier als eigentliche Betrachtungsgegenstände meiner Überlegungen dienen, zurück. Ich sehe Pflanzen nicht als Lebewesen. Na ja. Eigentlich schon. Aber ich kann mit meinem Gewissen vereinbaren sie zu verzehren. Denn ich verspüre dann nicht das Gefühl etwas getötet zu haben. Tiere und Menschen sind für mich eine Kategorie von Lebewesen. Tiere sind für mich „dumme“ Menschen. Tja. Was soll uns dieser Seelenstriptease eines unerfahren Schülers jetzt eigentlich sagen? Er soll nochmal jedem klar machen, dass Herders Definition unvollkommen ist. Und auch nicht als Grundlage für weitere Überlegungen dienen sollte. Natürlich nur nach der Meinung dieses unerfahren Schülers, der noch zu wenig von der Welt gesehen hat eigentlich um darüber zu urteilen. s Kind mit seinem Hasen. Doch nun isst es schon Hase zum Mittag. Hach ja. Doch kommen wir nun doch mal zum Bild von dem ich die ganze Zeit rede. Auf dem Bild von Jesco Denzel sieht man eine gaffende Menge, die dabei zusieht, wie sich zwei Hähne zerhacken. Der Zusammenhang zu Herders Aussage sollte eigentlich jedem klar sein. Die Hähne werden durch die Knechtschaft der Menschen, welche wohl die obersten im Hause der irdischen Haushaltung nach Herder sind, dazugebracht sich zu bekämpfen. Das Bild verdeutlicht also Herders meiner Meinung nach grausame Aussage einfach. Doch das Bild sagt noch viel mehr aus. Und deswegen werde ich in den folgenden Sätzen mal wieder abschweifen. Manchen Leuten gefällt das ja, manchen aber auch nicht. Es zeigt auch wie paradox die Welt doch ist. Der kleine Junge z.B. sieht unglaublich interessiert dabei zu, ja ich würde sogar sagen erfreut, wie sich zwei „Lebewesen“ umbringen. Und das nennt man heutzutage unsere Kultur. Na ja. Vielleicht auch nicht. HaHa. Ist eigentlich ein ziemlich schlechtes Beispiel. Nehmen wir also ein anderes, das nichts mit diesem Thema zu tuen hat. Ein Kind läuft lachend und sich freuend hinter einem Schmetterling her. Ja, es tollt mit dem Schmetterling umher. Idylle. Dabei zertritt es ca. 10 andere Insekten. Oder. Noch eben spielte daMan kann über die ganze Welt und sich selbst eigentlich nur noch lachen. HaHa. Und so endet mein von Ausschweifungen und „Laberei“ gespicktes Essay, das eigentlich viel zu wenig aussagt als der Schreiber ausdrücken will, jetzt wohl so abrupt wie so vieles in der Welt. Im Gegensatz zum Leiden der Welt. Sinnlosigkeit.

von Tim Pauli, 26. Juni 2008, 20:34

Ein Essay: Der Mensch leidet - und das ist auch gut so!

Warum sind wir Menschen eigentlich so überaus mitfühlend? Warum fühlen wir das Leid und den Schmerz anderer Leute oftmals so, als wären es unsere eigenen? Warum halsen wir uns Probleme auf, die gar nicht unsere sind, nur um Mitmenschen zu helfen? Ist es ein Instinkt? Ein Talent? Eine Gabe? Oder hat es wirklich etwas mit Humanität zu tun?

Schon Johann Gottfried Herder sagte: „ Sein Fiberngebäude ist so elastisch fein und zart und sein Nervengebäude so verschlungen in alle Teile seines vibrierenden Wesens, dass er, als ein Analogon der alles durchfühlenden Gottheit, sich beinahe in jedes Geschöpf setzen und gerade in dem Maße mit ihm empfinden kann, als das Geschöpf es bedarf und sein Ganzes es ohne eigene Zerrüttung, ja selbst mit Gefahr derselben, leidet.“ Herders Ideen waren im Zeitalter der Aufklärung (…) also wirklich Humanität? Andererseits merken wir instinktiv, wenn es einem geliebten Menschen schlecht geht… also doch eher Instinkt?

Wenn wir mitfühlen, dann haben wir das Bedürfnis zu helfen (…) dabei legen wir oft unsere Wünsche und Bedürfnisse auf Eis (…) das spricht gegen die Selbsterhaltung (…) wieder ein Punkt gegen Humanität. Andererseits soll man laut der Bibel seinen Nächsten lieben (…) das gehört zur Religion (…) Religion ist ein großer Teil der Idee Herders (…) also doch wieder Humanität.

Alles wirklich sehr verwirrend. Oder zumindest etwas undurchsichtig (…) Aber eigentlich doch nicht (…) Humanität ist das, was uns mit am deutlichsten von den Tieren unterscheidet (…) genau wie das Mitgefühl (…) Menschen fühlen MIT, sie verstehen (oder versuchen es zumindest) warum es ihrem Gegenüber schlecht geht. Tiere dagegen SPÜHREN nur, dass es einem anderem Tier/ einem Menschen schlecht geht. Sie versuchen ihr Gegenüber zu „trösten“, da ihr Instinkt ihnen sagt „Ich bin nur so stark wie das schwächste Glied meiner Herde“. Tiere verstehen nicht, WARUM wir uns schlecht fühlen.

Also ist im Endeffekt einleuchtend, dass die Gabe des Mitgefühls aus der Humanität resultiert.

„Auch bei den Menschen erregt das Gemälde des Schmerzes eher Schrecken und Grausen als zärtliche Mitempfindung; sobald uns aber nur ein Ton des Leidenden ruft, so verlieren wir die Fassung und eilen zu ihm: es geht uns ein Stich durch die Seele.“ (…) stimmt doch eigentlich eher nicht, oder? Zum Beispiel das oben gezeigte Bild: es kann nicht schreien und auch nicht weinen (…) und doch fühlen wir mit! Wir sind nahezu entsetzt über die Misshandlung dieser sterblichen Überreste. Wir fühlen die Erschütterung der Angehörigen (falls sie es je erfahren sollten) und der Augenzeugen. Vielleicht fühlen wir sogar ihre Wut und ihren Hass auf die Schänder dieses menschlichen Wesens. (…) und dabei hat das Bild nicht mal geschrieen!! Wie kann ein Mensch zu so etwas fähig sei? Wir fragen uns wie ein Mensch so etwas tun kann; wie ein Mensch einen anderen so schänden, missbilligen und verachten kann, ohne auch nur den Hauch eines schlechten Gewissen zu haben? Wir stellen uns im Prinzip immer wieder die gleiche große Frage: WO IST DIE HUMANITÄT GEBLIEBEN?? Wir verstehen nicht, wie so etwas sei kann. Wir verstehen nicht warum solche Dinge passieren. (…) Und dafür gibt es auch keine vernünftige Erklärung! Fußball ist ein Zeitvertreib, etwas das man aus Langeweile und zum Vergnügen spielt (…) mag sein das den Schändern gerade nichts anderes eingefallen ist um sich die Zeit zu verkürzen, doch das ist KEINE ENTSCHULDIGUNG zu sagen: „Hey, lass mal ne Runde kicken … Mist, kein Ball, keine Dose … Ok, nehmen wir halt den Schädel, den braucht der Tote ja nicht mehr …“ Das ist grausam und menschenverachtend … das ist INHUMAN. Und dass es das ist, das wissen wir nicht nur, (das muss man gar nicht wissen) das fühlen wir! Wir fühlen die Grausamkeit und die Verachtung … WIR FÜHLEN DIE INHUMANITÄT!! Und all das, obwohl dieses bild nicht einen Ton hat verlauten lassen!

von Karo, Felix W., Felix S., Pia, Larissa, Sebastian