Freitag, 20. Januar 2012

Prinz Rosenohr und der Unterschied zwischen Wort und Begriff

Das Anliegen des Institutes für vergleichende Gewohnheitswissenschaften:


An das Institut für vergleichende Gewohnheitswissenschaften

Preisfrage: Was ist der Unterschied zwischen einem Wort und einem Begriff?

Beiträge aus dem Kurs 12pl1 hem

Vincent Lubbe (Jg. 12): ein Denkextrakt

„Der Begriff, ihm purer Nazismus innewohnt, unsinnig in der Schöpfung, gleich ist doch einem göttlichen Werk. Das Wort, in seinem Sinne hinterfragt, bleibt dem Philosophen als Spielfeld überlassen.“

„Mehrere Worte sagen zum Begriff: „Wir wissen, dass wir nichts wissen!“

„Genug der Worte sind gewechselt,
lasst uns endlich Taten sehen.
Die Begriffe sind verwechselt,
du sollst zu deiner Sprache stehen.“

„Das Wort ist Teil einer Illusion, die unser Leben schön sprechen soll. Begriffe sind Richtlinien einer Urmacht, die als Codex die Grenzen unserer Welt beschreiben und einen Ausbruch durch Worte verhindern, da diese mit einem schönen Effekt behaftet sind.“

Rene Runow (Jg. 12): Einstein

„Das Wort ist wichtiger als der Begriff, denn der Begriff ist begrenzt.“

„Das Wort ist das Medium, welches die Idee aus seiner unendlichen Welt in unsere begrenzte Welt des Verstandes infiltriert und zum irdischen Begriff manifestiert.“


Wilhelm Heim: Tabula Rasa

Das Wort ist eine tabula rasa. Der Begriff erhält somit seine Billigung in der Revolte. Das Wort ist eine Auswahl aus dem Wirklichen des Denkens. Der Begriff ist der Anwalt des Denkens.

wortwelten
weite wege.
beiderseits
begrifflich.
wunderlich
weint wissen.
bedeutung beugt
beschreibung.
worte wüten
wesensschauend.
begabte begriffe
begeistern.
werben wollen
willkür.
wirklich.


Fabian Hartmann (Jg. 12): Existentialismus der Worte

Der Mensch ist in die Welt geworfen. In eine Welt voller Sprache. Die Benutzung dieser ist für den Menschen eine unausweichliche Notwendigkeit zum Ausdruck- und der Verwirklichung seiner selbst in der Gesellschaft.
Begriffe drücken den einfachsten aller Denkakte aus, sie gehen dem Urteil und Schluss voraus.
Die Bildung von Begriffen vollzieht sich im Willen des Menschen als frühester Aspekt der Moral und drückt zugleich die Autonomie des Handelnden aus. Die am meisten geeignete Art der Begiffsbildung zum Ausdruck der persönlichen Freiheit ist weder eine mathematische (deduktiv), noch eine naturwissenschaftliche (induktiv). Sie ist die der geisteswissenschaftlichen Art, welche die individualisierte Betrachtungsweise einem allzu drastischen Empirismus vorzieht. Sie ist ein Spiegelbild des menschlichen Selbstentwurfs.
„Der Mensch ist ein Gefangener der Worte.“ Diese Annahme scheint durchaus begründet, denn der Mensch ist gezwungen, Wörter als Mittel zur Manifestation eigener Ideen zu verwenden. Selbst in der Bildung von Neologismen, dem vermutlich höchsten Ausdruck der Eigenständigkeit des Willens, ist der Mensch an die Verwendung feststehender und keineswegs eigenständig gebildeter Worte gebunden. Der Mensch will Schöpfer sein. Er ist im Begriff, roh Existierendes unter seinem Willen zu trennen, zu vereinen sowie neu zusammenzusetzen um diesem eigene Intention verleihen zu können. Dies soll Rache sein. Rache an der Unterdrückung der Worte, welchen sich der Mensch als Geworfener zu beugen hatte. Dennoch ist es nur ein kläglicher Ruf nach Vollkommenheit, ein Versuch der Überwindung von Konstanten.




Beiträge vom Philosophiekurs 11pl1 hem


Wilhelm Heim

W + O + R + T = B + E + G + R + I + F + F


Patrick Hoffmann (Jg. 11):

„BEGRIFF“ kommt von „begreifen“.
„BEGREIFEN“ kommt aus der Kinderpsychologie.
Kleine Kinder lernen Formen und Dinge kennen, indem sie sie anfassen und und von allen Seiten ertasten, also begreifen.
Ich definiere „BEGREIFEN“ also als subjektives Erfahren von Dingen, deren Bedeutung dann von der mit ihnen gemachten Erfahrung von uns geprägt wird.

Ein „WORT“ ist meiner Meinung nach eher ein Name, der etwas von der Allgemeinheit gegeben und durch sie geprägt wurde.
Das WORT an sich hat also keinen persönlichen „Beigeschmack“, da wir es so kennengelernt haben, wie es ist und es nicht selbst erfahren haben.
Der Begriff geht also weitaus tiefer als nur die oberflächliche Erscheinung des Wortes.


Paul Paland (J. 11):

Ein Wort benennt. Ein Wort ist ein Kosename für einen konkreten Begriff. Ein Wort beschreibt sowohl irreal als auch real. Ein Begriff real


Anne Lina Voß (Jg. 11):

Ein Wort kann einen Gegenstand beschreiben, muss aber nicht.
Ein Wort muss aus Buchstaben bestehen, ein Begriff kann.
Ein Begriff kann eine ganze Geschichte beinhalten, muss aber nicht.
Ein Begriff muss aus einer Situation des „Begreifens“ stammen, ein Wort kann nicht!


Diandra Wagner (Jg. 11):

Auto ist nur ein Auto = Wort!
Wenn dieses Auto dann gegen ein Baum gefahren wird ist der Fahrer tot.
Anschließend wird die Leiche dann nicht nur zu einem Bestattungsunternehmen gefahren, sondern es geschieht noch viel mehr mit dem Toden.
Die Bestattungskultur, also der Begriff, ist mehr, als nur Leute unter die Erde zu bringen!
Doch das werdet ihr selber erfahren, wenn ihr Tod seit. → Trauer, Beerdigung, Himmel....

Den Unterschied zwischen Begriff und Wort will und kann ich nicht bilden.
Seit zufrieden mit der Sprache, die ihr sprecht und zerbrecht euch wegen so 'nem Schwachsinn nicht den Kopf!


Vanessa Thomas/Caroline Remmert (Jg. 11):

Steig ein!
Steig ein!
Ich will dir was zeigen.
Einen Platz, an dem sich die Wörter unterscheiden.
Buchstaben, Zahlen, Ausdrücke und Silben,
wie kann denn ein Wort einen Begriff bilden?

Wir hier im Viertel kommen klar mit dem Gedanken,
dass sich Begriff und Wort auch einmal zanken.
Hab keine Angst vor einer eigenständigen Bedeutung,
denn Wort und Begriff sind nur eine Verleugnung.
Ich kann verstehen, dass das alles kompliziert ist,
sodass es dein Gehirn dich beinah zerfrisst.

Steig ein!
Steig ein!
Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Sprache, mein Begriff, meine Wörter, mein Kopf,
mein Herz, mein Leben, meine Welt, meine Vorstellung wächst mir langsam echt übern Kopf.

Hier kriegst du alles.
Ohne Begriffe könntest du nicht denken,
da sie dein Leben viel zu sehr lenken.
Ausdruck, Begriff oder auch Wort,
mein Leben reicht mir, ich muss hier dringend fort.
Wörter und Begriffe sind doch eh die gleichen Sachen,
da kannt du so viel tun und doch nichts gegen machen.

Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Sprache, mein Begriff, meine Wörter, mein Kopf,
mein Herz, mein Leben, meine Welt, meine Vorstellung wächst mir langsam echt übern Kopf.

(Sido – mein Block)

Henrieke Schmieta/Lea Gottschalk (Jg. 11):

Wozu ?!?!

→ Wenn ich meine Suppe mit Maggi würze, dann frage ich mich,
wo bleibt da der Spaß?!

→ Wenn ich mittags Zähne putze, dann frage ich mich,
Aronal oder Elmex?!

→ Wenn ich meine Wäsche mit Calgon wasche, dann frage ich mich,
lebt meine Waschmaschine wirklich länger?!

→ Wenn ich eine Kiste Red Bull trinke, dann frage ich mich,
wann wachsen meine Flügel?!

Aber wo der Unterschied zwischen einem Wort und einem Begriff ist,
dazu gibt’s kein Werbeslogan, die Situation in der ich mich das fragen würde
wäre imaginär!

Ich weiß nur eins, wenn Worte meine Sprache wären, könnte ich vielleicht
den Begriff nutzen, ich meine: ich bin doch nicht blöd!


Ines Vogel/Madeleine Schulz (Jg. 11):

Begriff: Der Begriff ist weder gut noch böse, sondern zu beidem fähig. Er verfügt über die menschlichen Leistungen und besitzt ein Machtverhältnis, das gelegentlich missbraucht werden und in Diktatur enden kann. Man führt es unwillkürlich oder willentlich herbei, mit Hilfe der Einwählverbindung. Der Begriff ist ohne Schärfe und getragen von Ernst und Liebe und großer Freiheit des Geistes.

Wort: Das Wort wunder sich nicht, doch ist verwunderlich. Es ist heilig und doch umstritten. Es ist der Baustein aus dem die Materie zusammengesetzt ist. Man sieht es nur selten, trotzdem liebt es den öffentlich Auftritt. Das Wort ist ewig, ungeworden und unzerstörbar, von Ewigkeit her in Bewegung, nur nach Gestalt und Größe, Anordnung und Lage verschieden.

Finde die Katze im Text...

Gerrit Kümpers (Jg. 11)

Ein Begriff ist ein Objekt, das nicht an die menschliche Sprache gebunden ist. Es ist eine physikalische Definition und etwas Irdisches und hat somit keinen Kontakt zu einer höheren Macht. Es wurde erschaffen vom Wort.
Das Wort ist ein Ausdruck von Macht. Das Wort ist dazu fähig, die geistige Kraft des Schöpfers zu entfesseln. Johannes, Ev. 1, 1: " Das Wort ward Fleisch. Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort."
Gott ist das Wort? Das bedeutet, dass das Wort/Gott die Macht ist, die das Sein erschaffen hat und im Gleichgewicht hält. Alles wurde erschaffen vom Wort.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Sprache ist alles!


zu den Zitaten:
  • Die Welt ist nicht so, wie wir sie beschreiben.
  • „Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst." (Martin Heidegger)
  • Sprachliches Leben ist ein Leben, in dem alles vereinfacht, verwässert und reduziert ist, ein Leben dem das fehlt, was das wirkliche Leben ausmacht.
  • Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls. (Fillipo Panati)

„Sehen“ als zukünftiges Motto der Erziehung

Eine Stellungnahme zur These von J. Molzahn (1928): „Nicht mehr lesen! Sehen! Wird das Motto derEerziehungsfragen sein.“

In unserer heutigen Zeit werden Fotos gegenüber Texten meist bevorzugt, was sicherlich mit dem riesigen Informationsfluss, mit dem wir täglich durch Zeitungen, Illustrierte, Internet und Fernsehen konfrontiert werden, zusammenhängt. Aber auch mit der Tatsache, dass die auf einem Foto gezeigten Ereignisse schneller erfassbar sind, als ein Text zu lesen ist. Von daher denke ich, dass Fotos auch immer mehr Teil unserer Erziehung werden, denn in vielen fotojournalistischen Bildern steckt schon eine Erziehung. Schließlich ist auch diese ein Teilbereich der Fotografie. Es gibt Fotografen, die mit ihren Fotos lediglich einen schönen Moment festhalten wollen, doch meiner Meinung nach ist auch dies schon eine Art der Erziehung, denn ein Foto vermittelt hier etwas Sehenswertes.
Ein Foto vermittelt dem Betrachter, also je nach Motiv eine bestimmte Wirkung, eine bestimmte Richtlinie. Oft ist es Kritik an einer Situation wie Unrecht, Gewalt und Krieg. In diesem Fall lautet der Appell an den Betrachter: Ändere etwas, setze dich mit der Situation auseinander! Dies bezieht sich natürlich nicht auf jedes Foto, aber ein Appell, der mit wenigen Ausnahmen jedem Foto inne wohnt ist: Schau hin! Denn Fotos wollen gesehen werden. Genau wie Molzahn anmerkt, rückt das Sehen immer weiter in den Vordergrund, zwar spielte das Sehen schon immer eine große Rolle, aber vor allem durch die Technisierung wurde diese verstärkt. Das Sehen steht also vor allen anderen Sinnen im Mittelpunkt und laut Molzahn auch zukünftig in der Erziehung.
Ich denke, dass die Erziehung auch jetzt schon ein wichtiger Teil der Fotografie ist. Beispielsweise durch ein abschreckendes Motiv wird beim Betrachter Ekel und Schrecken hervorgerufen. Dies erzieht insofern, dass man weiß, dass man sich selbst einer solchen dargestellten Situation nicht aussetzen und diese verhindern will.
Dennoch kann man nicht davon ausgehen, dass jedes Foto die vom Fotografen gewollte Aussageabsicht und Wirkung beim Betrachter erzielt. In diesem Zusammenhang ist die Philosophie der Fotografie von großer Bedeutung, denn nur durch sie ist es möglich, sich intensiv mit einem Bild auseinanderzusetzen. Wenn der Betrachter das Bild lediglich ansieht, aber nicht darüber reflektiert, ist er nach Schiller ein Wilder, der die Sinne nur zur Bedürfnisbefriedigung nutzt.
Meiner Meinung nach ist gerade der Prozess der Reflexion von größter Wichtigkeit, denn wenn wir die Fotos nicht hinterfragen, ist dies eine Art der Fremdbestimmung. Der Mensch der seine Umwelt so hinnimmt, wie sie ist, nicht darüber reflektiert oder versucht sie zu ändern ist laut Kant unmündig, da er nicht fähig ist sich eine eigene Meinung zu bilden, die auf eigenen Überlegungen aufbaut. „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ (Berliner Monatsschrift, Immanuel Kant).
In diesem Zusammenhang stellt sich also die Frage: Klären Fotos auf? Und an diesem Punkt ist die Philosophie der Fotografie Teil der Lösung. Nur wenn man das Foto nicht so hinnimmt, wie es ist, sondern überlegt, mit welcher Intention es gemacht worden sein könnte, welchen Eindruck es beim Betrachter hervorruft und ob es überhaupt sinnvoll ist ein solches Foto zu machen und zu zeigen, dann kann die Erziehung auf richtige Weise erfolgen. Man sollte immer die Frage nach der Wahrheit und Wirklichkeit stellen. Zeigt das Foto die Realität oder ist es manipuliert? Da dies bei vielen Bildern vergessen wird, sehe ich die Gefahr, dass die Fotografie den Menschen in falscher Weise beeinflusst.
Ich stimme Molzahn aber zu, dass „Sehen“ das zukünftige Motto der Erziehungsfrage sein kann, frage mich aber, ob dies ein „richtiges“ Mittel zur Erziehung ist, oder den Menschen wieder einen Schritt zurück in die Unmündigkeit führt.

Gwen Saleh

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Der Mensch - ein Faultier? Parodien auf Arbeit und Faulheit

(1) Alle meine Arbeiter

Alle meine Arbeiter
denkt ihr wärt die Kings
denkt ihr wärt die Kings
doch ihr seid nur Rädchen
fragt sich ob ihr's bringt.

Alle meine Sklaven
Arbeit braucht kein Sinn
Arbeit braucht kein Sinn
immer nur Routine
und das ohne Gewinn

Alle meine Faultiere
arbeiten sich dumm
arbeiten sich dumm
sind zu faul zum Chillen
und kommen dabei um.

Wir, die goldene Mitte
Arbeiten genug
Arbeiten genug
Haben auch Zeit zum Chillen
deshalb sind wir klug.

von Tobias P., Franziska W., Naora B., Wiebke E., Jessica C. und Marina H.


(2) Lieder der Arbeit

Arbeit, Arbeit über alles
über alles auf der Welt
Arbeit ist ein Teil von Menschen
der an seine Vorstellung hält
Von der Elbe bis zur Isa regiert der Arbeiter wie's ihm gefällt
Arbeit Arbeit über alles,
über alles auf der Welt.

Arbeitslohn, Besoldung, Beförderung und Wergegang
soll bleiben der Arbeiter höchster Rang
und zeigen, dass der Mensch es kann
Arbeit gehört ihm alleine an
und begleite ihm ein Leben lang
Einigkeit & Recht & Freiheit für das deutsche Arbeitsland
danach lassst uns alle streben
in Konkurrenz dern Hammer in der Hand
Einigkeikt und Recht und Freiheit
sind dem Marx Unterpfand.

von Juri G., Max R., Julian K., nm, Niclas D. , Tim D., Ben H.


(3) Hartzi (Grundlage: Junge von den Ärzten)

Hartzi,.. warum hast du nichts gelernt?
Guck dir den Gymmie an
Der hat sogar n Abschluss
Warum wie Onkel Werner nen Ein-Euro-Job?
Da verdienst du gut,
zumidest mehr als du jetzt kriegst.

Hartzi,.. Und wie du wieder rumsitzt
nur Luft in deinen Flaschen
und ständig dieser Mief.
(Deo kennst du auch nicht! )
Und dann noch deine Wohnung
so geht das echt nicht weiter
kannst du nicht mal aufräumen?
(Das lässt sich nicght ertragen!)
Du bist nur noch zu hause
Das Amt weiß nicht mehr weiter

Hartzi brich dem Staat doch nicht das Herz
Es ist noch nicht zu spät
in die Steuerkasse einzuzahlen
anstatt sich nur zu bedienen.
Du hast dich doch früher schon für Burger interessiert
Wäre das nichts für dich?
Ein Job bei Mc Donalds.

Hartzi,.. Und wie du wieder rumsitzt
nur Luft in deinen Flaschen
und ständig dieser Mief.
(Deo kennst du auch nicht! )
Und dann noch deine Wohnung
so geht das echt nicht weiter
kannst du nicht mal aufräumen?
(Das lässt sich nicght ertragen!)
Du bist nur noch zu hause
Das Amt weiß nicht mehr weiter.

Du warst ein ganz normales Kind!
Du warst ein ganz normales Kind!
Jetzt bist du FAUL!!!

von Alexander Klenke und Marvin Kütz


(4) Geboren um zu Arbeiten (Grundlage: Geboren um zu leben von Unheilig)

Es fällt mir schwer ohne Arbeit zu leben ,
jeden Tag und zu jeder Zeit alles zu geben.
Ich denk so oft zurück an die Arbeitszeit,
an jeden so geliebten Tag im Arbeitskleid.
Ich stell mir vor wieder auf der Arbeit zu stehen und
meinen Aufgaben wieder nachzugehen.
Ich denk an so vieles, seitdem sie nicht mehr ist,
denn sie hat mir gezeigt, wie wertvoll das Leben ist.

Wir waren geboren um zu Arbeiten, mit der Technik dieser Zeit,
sich niemals frei zu machen, bis in alle Ewigkeit.
Wir waren geboren um zu leben,
für den eienen Augenblick, weil jeder von uns spürte,
wie scheiße Faulheit ist.

Es tut so weh, faul im Bett zu liegen,
mit dem Gefühl keine Überstunden zu schieben.
In diesem Augenblick bist du mir wieder nah,
wie an jedem so geliebten vergangenen Tag.
Es ist mein Wunsch wieder meinem Traum zu leben,
ohne Faulheit der Zukunft wieder einen Sinn zu geben.
Ich sehe keinen Sinn, seitdem sie nicht mehr ist,
denn sie hat mir gezeigt, wie wertvoll das Leben ist.

Wiederholung des Reifrains

von Sabrina R., Randy L., Sascha P., Julia K.

Montag, 12. Dezember 2011

denkart: melancholische Farbenfreude .

melancholische Farbenfreude .

Die Oberfläche ist bunt.
Sie war bunt.
Im stillen Moment
ist sie nichts als Schein.
Was bleibt
ist schwarz,
ist weiß,
ist schwarz-weiß,
ist grau.
Farblos.
Die Nuancen der Melancholie,
sie existieren.
Doch sichtbar
sind sie nur
auf der Leinwand
geistiger Abstraktion.

von F. Hartmann

Dienstag, 29. November 2011

Susan Sontag: Fotos sind einprägsamer als bewegliche Bilder / Fotografie und Moral

Der dritte Textabschnitt von Susan Sontags „In Platos Höhle“ behandelt die Fragen
(1) Wie entsteht ein Ereignis?
(2) Welchen Einfluss hat die Industrialisierung auf die Fotografie?
(3) Können Fotos Erkenntnis vermitteln?

  1. Laut Sontag wird etwas zum Ereignis, indem die Menschen sagen, dass es ein Ereignis ist. An einem Ereignis zeigen viele Menschen Interesse. Dieses Interesse entsteht aus Ideologie (z.B. Politik oder Medien). Einem Ereignis geht immer eine Ideologie voraus. (Hinweis Heim: Wobei der Begriff Ideologie hier kritisch betrachtet werden muss). Desweiteren ist ein Ereignis etwas Unerwartetes oder Neues (z.B. der Kniefall Willy Brandts) Auch ein moralischer Impuls oder etwas Redenswertes kann zum Ereignis werden. Die Politik versucht, etwas als Ereignis zu bestimmen, indem die Medien darüber berichten und somit das öffentliche Interesse geweckt wird. Laut Sontag benötigt man, um ein Ereignis zu verstehen das entsprechende (politische) Bewusstsein / Ideologie. Bilder fangen diese Ereignisse ein. Dazu sind Standfotos besser geeignet als bewegte Bilder: Standfotios sind einprägsamer, da hier das Ereignis auf den Punkt gebracht wird. Bei bewegten Bildern bekommt der Betrachter zu viele Eindrücke auf einmal geliefert. Dadurch heben sich die Wirkungen der einzelnen Bilder gegenseitig auf. In Bezug auf Moral gilt: Nur Neues schockiert. Im Laufe der Zeit stumpft man ab, die Gefühle bezüglich eines bereits bekannten Ereignisses werden weniger. Die ethische Aussage von Fotos ist fragil, da eine ethische Distanz zum Ereignis entstehen kann. (Ergänzung Heim: Grundsätzlich sieht Sontag Problempotential in der Verbindung zwischen Fotografie und Moral. Fotografien dienten zwar häufig zur Stimulierung eines moralischen Impulses, dieser scheine aber mehr als fragwürdig. Natürlich könnten besagte schockierende Fotos eine moralische Position verstärken und in einem frühen Stadium auch fördern, sie könnte eine moralische Position jedoch nicht grundsätzlich schaffen.)
  2. Durch die Industrialisierung werden Fotos in den Dienst wichtiger Aufsichtsorgane gestellt. Fotos fungieren als Karteikarten, als moralische Methode die Welt bzw. die Gesellschaft zu verwalten. Dabei sollen die Fotos als Informationsmittel diene. Allerdings muss man beachten, dass Fotos nur einen schmalen Ausschnitt aus Zeit und Raum darstellen (Bezug zu Kant). Laut Sontag ist die Fotografie das genaue Gegenteil von Verstehen, denn jede mögliche Form des Verstehens wurzelt in der Fähigkeit „nein“ zu sagen. Durch das schießen von Fotos sagt man jedoch automatisch „ja“ zu dem entsprechenden Ereignis. Durch die Industrialisierung sind ein ästhetisches Konsumverhalten und die Massenfotografie entstanden. Diese verhält sich analog zur Massenproduktion.
  3. Fotos sind die Möglichkeit etwas zu illustrieren. Der Mensch will die Welt in ihrer Totalität erfassen und strebt dabei immer nach Erkenntnis. Dies versucht er mittels Fotos. Dadurch schafft er allerdings lediglich eine scheinbare Weltaneignung und keine philosophische, politische oder ethische Erkenntnis. Fotos stellen lediglich ein Duplikat der unübersichtlich gewordenen Welt dar, durch das die Welt verfügbar erscheint.

Susan Sontag ist stark auf den Fotojournalismus fixiert und steht der Fotografie sehr kritisch gegenüber, da man immer hinter die Bilder sehen muss, um sie komplett zu verstehen.

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Blogbeitag von S. Wippermann
Datum: 23.11.11
Thema: Fotografie und Moral
Kurs: 12pl1

Dienstag, 22. November 2011

Susan Sontag: Fotos sind Beweismaterial

Der zweite Textabschnitt von Susan Sonntags „In Platos Höhle“ behandelt die Rolle der Fotographie in der Gesellschaft. Nach Susan Sonntag dient die Fotographie in der Gesellschaft als Mittel zur Beglaubigung von einer Erfahrung die man gemacht hat bzw. habe. Denn dort stellt sich das Problem ob man noch wirklich von einer Erfahrung, z.B. von einem Urlaub, sprechen kann, sollte das Bild bearbeitet worden sein und sei es bloß um die Farbkontraste zu verstärken. Dies wiederum macht jedoch nach Friedrich Schiller etwas erst wirklich schönes aus.
Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass Fotos im Urlaub gemacht werden?
Nach Susan Sonntag dient die Kamera im Urlaub dazu sich die ungewohnte oder gar
beängstigende Umwelt sich zu Eigen zu machen. Fotos dienen als imaginärer Besitz von dem photographierten Objekt, um der Außenwelt, also z.B. Freunden, die Erfahrung zu vermitteln. Fotos erhalten somit eine gesellschaftliche Rolle durch den Tourismus. Aber auch eine soziale Funktion des „teilhaben lassen“. Vor allem in der Familie, z.B. um Verwandte die Familie zu zeigen oder um sich anzusehen wie man als Kind ausgesehen hat. Fotos haben dadurch einen so hohen gesellschaftlichen Wert, dass man als schlechte Eltern gilt, wenn man keine Fotos von den Kindern besitzt, da man sie scheinbar nicht liebt, sonst hätte man ja Fotos von ihnen.
So werden bei allen möglichen familiären Anlässe Fotos gemacht, doch können diese nicht nur eine Porträtchronik schaffen, sondern auch diese schönen Momente zerstören.
Es stehen also die Funktionen der Fotographie im Tourismus den Funktionen in der Familie gegenüber. Der Stolz auf die Urlaubsfotos und die Intimität von Familienbildern. Oder die Unsicherheit im Ausland und die Vertrautheit zu Hause. Doch eine Sache vermitteln beide Funktionen, nämlich das Gefühl einer heilen Welt.
Doch welches Ereignis ist es, welches sich zu photographieren lohnt und was ist überhaupt ein Ereignis? Ein Ereignis ist etwas Sehenswertes wie z.B. ein schöner Ausblick oder der Austausch der Ringe bei einer Hochzeit und dies sehenswerte wird dann auch Fotographierenswert. Dieses Ereignis löst eine Assoziation im Inneren aus, etwas was man mit dem Foto oder solch einem Ereignis verbindet.
So kommt es, dass das photographierte Ereignis oftmals etwas allgemein als schön
empfundenes Ereignis darstellt. Denn nach Friedrich Nietzsche wird man durch Leid und Schwäche an die Degeneressenz und Vergänglichkeit des Menschen erinnert und dies versucht der Mensch aufgrund seiner Gattungseitelkeit zu vermeiden. Fotos von Leid werden zu einem Tabu.

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Blogbeitrag von: Sebastian Klautke
Kurs: 12 pl1 g4N
Datum: 16.11.2011
Thema: Fotographie
Susan Sonntag: In Platos Höhle

Mittwoch, 16. November 2011

Bilder, Macht und Wirklichkeit

Der Philosoph W. Vossenkuhl zur Macht der Bilder und den Bezug zur Wirklichkeit: